Glykol. Vor über 40 Jahren erschütterte der Weinskandal unsere Branche. Die einzig richtige Reaktion darauf war das strengste und schärfste Weingesetzes der Welt, um verlorenes Vertrauen der Konsumenten zurückzugewinnen.
Dies ist eindrucksvoll gelungen; der österreichische Wein genießt heute weltweit einen Ruf für höchste Integrität und Qualität. Doch wir dürfen uns nicht darauf ausruhen. Der Klimawandel schreitet voran, Anbaumethoden entwickeln sich und das Verständnis für Terroir wird immer spezifischer.
Ab sofort schenkt Ihnen der Geschäftsführer der neu gegründeten Weintourismus Burgenland GmbH regelmäßig freitags an dieser Stelle ein. "Die Weinwirtschaft spielt für das Burgenland eine zentrale Rolle", so Oschep. Gemeinsam mit "Heute" wird er sein "Herzensthema" einem breiten Publikum bekannt machen und erlesene Tropfen vorstellen.
Unsere Winzerinnen und Winzer beherrschen heute modernste Methoden, um Weine von einer Spannweite zu erzeugen, die vor Jahrzehnten noch undenkbar war. Darauf brauchen wir jetzt gute Antworten und noch bessere rechtliche Rahmenbedingungen.
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Mit dem für 2026 geplanten neuen Weingesetz stehen wir vor einer Schicksalsstunde. Betriebe fordern zu Recht, dass Regeln endlich mit der gelebten Modernität im Weinkeller mithalten. Das ist auch mein Wunsch.
Denn eines ist klar: Wenn wir es nicht schaffen, die rechtliche Struktur an die Realität der Spitzenweine von heute anzupassen, gefährden wir unsere Gemeinschaft und die gesamte Zukunft des österreichischen Weinbaus.
Es geht hier nicht um Details, es geht um eine Grundsatzfrage. Wir müssen jetzt die Weichen richtigstellen, um nicht den Anschluss an die internationale Spitze zu verlieren. Es ist Zeit für ein Gesetz, das Innovation ermöglicht, statt sie zu verwalten. Prost.
Mein heutiger Weintipp ist etwas Besonderes: der Grüne Veltliner 2025 Nein Komma Null vom Weingut Michael Liegenfeld. Wie der Name bereits sagt, weniger Alkohol aber trotzdem tolle Frucht und Frische. Ein perfekter Starter!
Oscheps GLASifizierung: 3,5 von 5 Gläsern