FPÖ: "Peinlicher geht’s kaum"

Neos suchen Fahnenträger für Pride – 12 Euro pro Stunde

Am Samstag steigt in Wien die Vienna Pride. Die Neos wollen dort Flagge zeigen – und suchen jetzt über eine Agentur einen Fahnenträger. Die FPÖ höhnt.
Heute Politik
08.06.2026, 15:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Mehr als 300.000 Menschen marschierten im Vorjahr bei der Vienna Pride "andersrum" – also entgegen der Fahrtrichtung – über die Wiener Ringstraße. Ihr Ziel: gemeinsam für Akzeptanz, Respekt und Gleichberechtigung zu demonstrieren.

Parade findet zum 30. Mal statt

Heuer feiert das Event sein 30. Jubiläum. Wie auch schon in der Vergangenheit werden auch die Neos wieder eine Abordnung zur Parade entsenden. Damit die einen auffälligen Auftritt hinlegt, wird nichts dem Zufall überlassen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Salzburger Agentur soll casten

So wurde eine Salzburger Agentur damit beauftragt, einen Fahnenträger für die bunte Demo anzuwerben. Damit die Suche auch erfolgreich verläuft, lassen sich die Neos nicht lumpen. Immerhin zwölf Euro pro Stunde werden dem Auserwählten geboten.

Eigene Sicherheitsschulung

Am Montag fand extra eine einstündige Sicherheitsschulung statt.

Namhafte Kunden

Die Agentur ist keine Unbekannte. In ihrer Kundenkartei finden sich neben den Neos unter anderem der ORF, die Firma BWT, die Brau Union oder die Asfinag. Als Leistungen bietet sie etwa Event- und Projektmanagement, Kreation und Konzept, Markeninszenierung, Strategie- und Kampagnenentwicklung oder Veranstaltungstechnik an.

FPÖ: "Wie verzweifelt müssen die Neos sein?"

"Peinlicher geht’s kaum. Die Neos müssen Teilnehmer für die Pride Parade einkaufen", höhnt FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. "Wie verzweifelt und unbeliebt muss eine Partei sein, um Menschen mit Geld zu ködern, damit sie an einer Spaßparade teilnehmen?"

Regierungseintritt als Einschnitt

"Offenbar laufen den Neos nicht nur die Wähler in Scharen davon – auch die Funktionäre und Sympathisanten wenden sich von den Pinken ab", so Schnedlitz weiter. Er sieht in den Neos "nicht mehr als den Steigbügelhalter des politischen Systems". All das, wogegen diese Partei immer gekämpft habe, sei seit ihrem Eintritt in die Regierung Geschichte.

Neos Wien beruhigen

Die Wiener Neos, die den Truck bei der Parade organisieren, betonen, dass es sich nur um eine Person handelt. Diese würde mit einem Schild und der Aufschrift Neos Wien und der Startnummer des Trucks vor diesem hergehen – das sei vom Veranstalter auch so vorgeschrieben, betont ein Sprecher. Für weitere Personen mit Fahne, die  selbstverständlich auch mitmarschieren werden, würde man nichts bezahlen, wird betont.

„Die FPÖ braucht sich keine Sorgen machen.“
Philipp KernGeschäftsführer Neos Wien

"Wenn in einer weltoffenen Stadt gefeiert wird, sucht die FPÖ natürlich wieder nach Problemen. Bei der Pride werden wie jedes Jahr unzählige Leute die Regenbogenfahne schwenken und zeigen, dass Vielfalt stärker ist als Hetze. Die FPÖ braucht sich keine Sorgen machen, sondern darf gespannt auf unseren Truck schauen", sagt auch Neos-Landesgeschäftsführer Philipp Kern zu "Heute". Denn dieser Truck werde heuer "besonders pointiert", verspricht er.

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 08.06.2026, 16:24, 08.06.2026, 15:09
Jetzt E-Paper lesen