Stich aus dem Nichts

Seitenstechen? So wirst du den Schmerz schnell los

Plötzliches Stechen unter den Rippen? Fast jeder Sportler kennt das Gefühl. Doch was steckt wirklich dahinter – und was hilft sofort?
Heute Life
04.04.2026, 20:27
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Du bist am Laufen, fühlst dich gut – und plötzlich sticht es. Ein piksender Schmerz unter den Rippen, der dich abrupt ausbremst. Seitenstechen gehört zu den häufigsten Problemen beim Sport. Fast jeder kennt es, viele kämpfen regelmäßig damit. Doch woher kommt dieser Schmerz eigentlich – und was kannst du dagegen tun?

Ein Schmerz, den fast jeder kennt

Medizinisch wird Seitenstechen als "belastungsbedingter, vorübergehender Bauchschmerz" bezeichnet. Und er ist alles andere als selten: "Seitenstechen ist sehr häufig", erklärt Sporttrainerin Sydney Lopez im "Self"-Interview.

Typisch ist ein stechender Schmerz an den Seiten: "Viele beschreiben es wie ein Stechen in den Rippen", erläutert Sportphysiologe Hunter Carter gegenüber dem US-Lifestyle-Magazin.

Was steckt wirklich dahinter?

Die genaue Ursache ist nicht eindeutig geklärt, doch Experten haben mehrere plausible Erklärungen. Eine der wichtigsten: Die Bauchinnenwand wird durch Bewegung gereizt. Besonders beim Laufen, wenn der Körper stark auf und ab schwingt, kann das Gewebe irritiert werden.

Auch Drehbewegungen des Oberkörpers, wie beim Schwimmen oder bei schlechter Lauftechnik, können den Schmerz auslösen. Ebenso spielt das Zwerchfell eine Rolle: Bei intensiver Belastung wird es schlechter durchblutet und ermüdet schneller.

Ein weiterer Faktor: Essen und Trinken kurz vor dem Training: "Wenn noch Nahrung im Magen ist, kann das die Bauchregion zusätzlich reizen", betont Carter.

Soforthilfe bei Seitenstechen

Die gute Nachricht: Seitenstechen ist unangenehm, aber meist harmlos – und verschwindet oft schnell.

1
Tempo rausnehmen
"Wenn du langsamer wirst, reduziert sich die Belastung auf den Bauch – und der Schmerz lässt nach", so Lopez.
2
Gezielte Atmung
Tief und ruhig in den Bauch atmen entlastet das Zwerchfell und entspannt die Muskulatur.
3
Druck auf der Stelle ausüben
Ein weiterer Trick: Mit den Fingern auf die schmerzende Stelle drücken und den Oberkörper leicht nach vorne beugen. Das kann den Druck lindern.

So beugst du Seitenstechen vor

Noch besser ist es, Seitenstechen gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine stabile Körpermitte spielt dabei eine entscheidende Rolle: "Eine gute Rumpfspannung hilft, die Belastung auf die Bauchregion zu reduzieren", verrät Carter. Übungen wie Planks oder Core-Training können hier langfristig helfen.

Auch die Lauftechnik ist wichtig: Weniger "Hüpfen" und eine leichte Vorlage des Oberkörpers entlasten den Körper.

Ebenso entscheidend: die richtige Vorbereitung. Große Mahlzeiten solltest du ein bis drei Stunden vor dem Sport vermeiden. Und statt kurz vor dem Training viel zu trinken, lieber über den Tag verteilt hydrieren.

Wann du zum Arzt solltest

In den meisten Fällen ist Seitenstechen harmlos: "Es verschwindet meist schnell, sobald du langsamer wirst", sagt Lopez. Wenn der Schmerz sehr stark ist, lange anhält oder auch außerhalb des Sports auftritt, solltest du ihn abklären lassen. Gleiches gilt bei zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Schwindel oder Brustschmerzen.

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