Dreiste Aktion am Gardasee

Aufgeflogen! Italiener leitet Bach in seinen Pool um

Während die ganze Region unter der anhaltenden Dürre leidet, leitete ein Poolbesitzer fast einen ganzen Bach auf sein Privatgrundstück um.
Nick Wolfinger
10.08.2026, 13:36
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Ein voller, kühler Pool mitten in der Hitzewelle – dafür griff ein Villenbesitzer in Limone sul Garda am Gardasee zu einer verbotenen Methode. Statt Wasser auf legalem Weg zu beziehen, zapfte er kurzerhand einen nahe gelegenen Bach an.

Doch die ungewöhnliche Konstruktion blieb nicht lange unentdeckt. Aufmerksamen Beamten der regionalen Forstpolizei fiel auf, dass der Bach ungewöhnlich wenig Wasser führte. Die Carabinieri folgten daraufhin dem Bachverlauf bergaufwärts – und machten eine erstaunliche Entdeckung.

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Rohre führten direkt zum Pool

Im Bachbett fanden die Carabinieri mehrere Rohrleitungen. Diese waren so verlegt, dass erhebliche Mengen Wasser aus dem Bach abgezweigt und zum Pool einer privaten Villa geleitet wurden.

Das System war offenbar bestens durchdacht: Das natürliche Gefälle wurde genutzt, damit das Wasser ohne aufwendige Pumpanlage über einen Zwischenbehälter direkt in das Schwimmbecken floss.

Bis zu 10.000 Euro Strafe

Für die Wasserentnahme aus dem Bach lag laut Behörden keine entsprechende Erlaubnis vor. Gegen den Eigentümer wurde deshalb ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet. Die verbotene Poolfüllung könnte für ihn jetzt richtig teuer werden: Ihm droht eine Geldstrafe zwischen 2.000 und 10.000 Euro.

Der Fall wurde im Zuge verstärkter Kontrollen bekannt. Wegen der hohen Temperaturen und der zunehmenden Wasserknappheit achten die Behörden derzeit besonders auf unerlaubte Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen.

Damit soll verhindert werden, dass ohnehin belastete Gewässer zusätzlich Wasser verlieren. Ein ausreichender Mindestabfluss ist wichtig, um Tiere, Pflanzen und das gesamte Ökosystem zu schützen.

{title && {title} } NW, {title && {title} } Akt. 10.08.2026, 13:49, 10.08.2026, 13:36