Seit 24. April läuft der Kinofilm "Wahlkampf". Das 97 Minuten lange Werk bietet Einblick in die Kampagne von SPÖ-Chef Andreas Babler zur Nationalratswahl 2024.
Das Projekt wurde mit satten 553.000 Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Daran gab es viel Kritik, nicht nur aus den anderen Parteien.
Doch trotz dieser hohen Fördermittel blieb der Erfolg an den Kinokassen aus. Bis zum Wochenende wollten nur gezählte 895 Besucher den Film sehen. Zum Vergleich: Traiskirchen, Bablers Heimatgemeinde, in der er auch Bürgermeister war, hat rund 20.000 Einwohner.
Die Besucherzahl bedeutet umgerechnet, dass der Film pro Zuseher immerhin 617 Euro an Steuergeld kostete.
Die Wiener FPÖ fordert angesichts dieser Zahlen "die sofortige Rückzahlung der Wiener Fördermittel" in Höhe von insgesamt 183.000 Euro: "Jeder Euro, der in dieses Projekt geflossen ist, gehört zurückgeholt", sagte Kultursprecher Lukas Brucker am Sonntag. "Dieses rote System aus Fördermissbrauch und politischer Selbstinszenierung muss endlich beendet werden."
Der Film "Wahlkampf" sei kein Kulturprojekt, sondern "rote Eigenwerbung auf Kosten der Steuerzahler. Wenn ein Film floppt, dann trägt normalerweise der Produzent das Risiko. Hier zahlt die Allgemeinheit für parteipolitische Propaganda", kritisiert Brucker.
Der Förderbetrag der Stadt Wien müsse daher umgehend rückerstattet werden. "Die SPÖ soll diesen Flop aus ihrer eigenen Parteikassa bezahlen. Es ist nicht Aufgabe der Wienerinnen und Wiener, für PR-Projekte eines amtierenden Parteichefs aufzukommen."
Scharfe Kritik übt der freiheitliche Kultursprecher auch an der Wiener ÖVP: "Dass die ÖVP unserem Antrag auf Förderrückzahlung nicht zugestimmt hat, zeigt ihre völlige Selbstaufgabe. Statt Opposition zu sein, betreibt sie nur mehr Anbiederung an die Ludwig-SPÖ und macht sich zum willfährigen Mehrheitsbeschaffer."