Kein Baby-Pink mehr!

Der "Anti-Blush"-Trend auf TikTok spaltet Beauty-Fans

Bei Rouge galt lange: lieber ein bisschen mehr als zu wenig. Der neueste TikTok-Trend stellt dieses Prinzip jetzt komplett auf den Kopf.
Artiola  Zhabota
29.09.2026, 14:27
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Der Blush gehörte in den letzten Jahren für viele zum Make-up wie Mascara und Concealer: Pinke Wangen, ordentlich Glow und bloß nicht zu sparsam auftragen – auf Social Media konnte es teilweise gar nicht genug Farbe sein. Doch jetzt passiert ausgerechnet das Gegenteil: "Anti-Blush" soll die Wangen betonen, ohne nach klassischem Blush auszusehen.

Was ist "Anti-Blush" überhaupt?

Der Name führt ein bisschen in die Irre, denn beim "Anti-Blush" wird nicht komplett auf Rouge verzichtet. Vielmehr verändert sich die Art, wie es eingesetzt wird: Während klassischer Blush bewusst Frische und sichtbare Farbe auf die Wangen bringen soll, geht es beim neuen Look um subtile Wärme und Kontur. Die verwendete Nuance liegt deshalb näher am eigenen Hautton und wird sparsam verblendet.

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Besonders gut eignen sich cremige Produkte, weil sie sich mit Foundation oder direkt mit der Haut verbinden lassen. Harte Kanten und ein deutlich erkennbarer Farbklecks sind ausdrücklich nicht das Ziel. Im Idealfall soll man sich vielmehr fragen: Ist das überhaupt Rouge?

Pink wird durch Braun & Mauve ersetzt

Entscheidend für den Look ist die Farbwahl. Bei heller Haut können beispielsweise zurückhaltendes Rosé, Beige oder sanfte Peach-Nuancen funktionieren. Bei mittleren und gebräunten Hauttönen kommen etwa Mauve, Rosébraun, Nude oder gedecktes Terrakotta infrage. Dunklere Hauttöne können mit kräftigeren Braun-, Terrakotta- oder burgundernahen Nuancen arbeiten.

Auch der Unterton der Haut spielt eine Rolle: Warme Hautuntertöne harmonieren häufig mit Peach, warmem Braun oder Terrakotta, kühlere beispielsweise mit Mauve und gedecktem Rosé.

TikTok kann sich nicht entscheiden

Diese ungewöhnlichen Farben sorgen allerdings auch für Diskussionen. Unter dem TikTok der Influencerin Maria schreibt eine Nutzerin Haru begeistert, es sei das erste Mal, dass sie Blush sehe, der ihr gefalle, ohne sich "Bubblegum Pink" ins Gesicht zu geben. Andere sehen den Effekt deutlich kritischer: Eine Userin vergleicht die gedeckten Nuancen etwa mit einem abheilenden Bluterguss oder einer Hautreaktion.

Dort liegt auch der schmale Grat des Looks: Wird ein Braun-, Mauve- oder Rotton gewählt, der nicht mit dem eigenen Hautton harmoniert, kann das Ergebnis schnell anders wirken als beabsichtigt.

AZ,29.09.2026, 14:27