Du stehst im Supermarkt, greifst wie gewohnt zu Himbeeren, Tomaten und vielleicht einer Schale Kirschen. Schließlich liegt alles frisch und appetitlich im Regal – doch spätestens beim Blick aufs Herkunftsland zeigt sich: Nur weil Obst und Gemüse das ganze Jahr erhältlich sind, wächst es noch lange nicht das ganze Jahr bei uns. Gerade im Oktober lohnt sich deshalb ein zweiter Blick in den Einkaufskorb.
Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren schmecken nach Sommer – und genau dort liegt auch ihre heimische Hauptsaison. Im Oktober sind frische regionale Exemplare in der Regel kaum noch zu bekommen.
Wer jetzt im Supermarkt Beeren entdeckt, sollte deshalb auf die Herkunft schauen. Eine herbstliche Alternative können Holunderbeeren sein, die teilweise noch Anfang Oktober geerntet werden. Wichtig: Schwarze Holunderbeeren sollten nicht roh gegessen, sondern vor dem Verzehr erhitzt werden
Auch für Kirschen ist der heimische Sommer längst vorbei. Ihre Saison endet gewöhnlich bereits im August, zudem gehören sie nicht zu jenen Früchten, die sich monatelang problemlos frisch lagern lassen. Tauchen im Oktober dennoch frische Kirschen im Regal auf, haben sie daher meist einen entsprechend weiten Weg hinter sich. Wer nicht bis zum nächsten Sommer warten möchte, kann stattdessen zu tiefgekühlten Kirschen greifen. Auch Zwetschgen aus heimischer Ernte können im Oktober noch eine saisonale Alternative sein.
Knackige Erbsen verbinden viele nicht unbedingt mit dem Sommer, doch auch ihre Frischsaison läuft im Herbst aus. Im Oktober werden regionale frische Erbsen entsprechend selten. Verzichten musst du trotzdem nicht: Tiefgekühlte Erbsen sind das ganze Jahr verfügbar und eine praktische Alternative. Bei einem anderen grünen Klassiker heißt es dagegen noch kurz warten: Die heimische Grünkohl-Saison beginnt üblicherweise erst im November.
Ein leerer Einkaufskorb droht deshalb keineswegs. Im Oktober ist die Auswahl an saisonalen Lebensmitteln noch groß: Kürbis hat jetzt Hochsaison, und auch verschiedene Kohlsorten wie Rosenkohl, Rot-, Spitz- und Weißkohl passen perfekt in die herbstliche Küche.
Daneben sind unter anderem Blumenkohl, Brokkoli sowie verschiedene Salate erhältlich. Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln sind dank ihrer guten Lagerfähigkeit ebenfalls eine naheliegende regionale Wahl. Und wer gerne knabbert, kann jetzt nach heimischen Hasel- und Walnüssen Ausschau halten.
Ein bisschen Sommer hält sich im Oktober noch: Je nach Anbau und Ernte können etwa Paprika, Tomaten und Zucchini noch regional erhältlich sein. Ihre Saison neigt sich allerdings dem Ende zu. Wer größere Mengen bekommt, kann sie beispielsweise einkochen oder einlegen. Gerade bei Tomaten, Gurken und Äpfeln lohnt sich außerdem der Blick aufs Etikett. Selbst wenn heimische Ware verfügbar ist, liegen daneben häufig Importprodukte.