Energy-Drinks gehören längst zum Alltag vieler Menschen – ob beim Lernen, Arbeiten, Autofahren oder auf Festivals. Doch gerade in den Sommermonaten, wenn Hitze und Flüssigkeitsverlust den Körper ohnehin fordern, geraten sie zunehmend in die Kritik.
Energy-Drinks enthalten meist hohe Mengen Koffein sowie Zucker und weitere stimulierende Stoffe. Diese Kombination kann kurzfristig die Aufmerksamkeit steigern, aber auch Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen. Bei hohen Temperaturen arbeitet das Herz-Kreislauf-System ohnehin stärker. Die zusätzliche Stimulation durch Koffein kann diesen Effekt verstärken, besonders bei empfindlichen Personen oder bei hoher Dosierung.
Hitze führt dazu, dass der Körper mehr schwitzt, um sich zu kühlen. Dabei gehen Flüssigkeit und Elektrolyte verloren. Energy-Drinks können diesen Verlust nicht ausgleichen. Im Gegenteil: Koffein kann leicht harntreibend wirken. Dehydrierung kann schneller auftreten, was wiederum zu Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten führen kann.
Viele Energy-Drinks enthalten große Mengen Zucker. Dieser sorgt zwar kurzfristig für einen Energieschub, kann aber schnell in ein Leistungsloch umschlagen. Gerade im Sommer, wenn der Körper ohnehin belastet ist, kann dieser "Zucker-Koffein-Crash" Müdigkeit und Erschöpfung sogar verstärken.
Die Kombination aus Hitze und stimulierenden Inhaltsstoffen kann das Herz-Kreislauf-System belasten. Besonders riskant ist der Konsum bei körperlicher Aktivität in der Sonne – etwa beim Sport oder auf Festivals.
Viele greifen im Sommer zu Energy-Drinks, weil sie sich erfrischend anfühlen. Tatsächlich ersetzen sie jedoch keine Flüssigkeitszufuhr, wie es Wasser oder ungesüßte Getränke tun. Der kurzfristige Wach-Effekt ist oft nur ein kleiner Trost gegenüber der Anstrengung für den Körper.