"Gesteuerter Ansturm"

EU berät nach Massenansturm auf Ceuta über Schuldigen

Nach dem massiven Ansturm auf Ceuta beraten EU-Innenminister über Ursachen und Folgen der Migrationsbewegung an der Grenze zu Marokko.
Newsdesk Heute
01.08.2026, 21:52
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Die Bilder von zehntausenden Menschen, die sich – teils schwimmend, teils kletternd – Zugang zur spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika verschafft haben, sorgen in der EU für große Unruhe. Es gibt verschiedene Erklärungen, warum es überhaupt so weit kommen konnte. Wie NTV berichtet, wurden die Migranten laut SPD-Politiker Klingbeil "instrumentalisiert in dem Versuch, Europa zu spalten". Er spricht von einer "offenbar gesteuerten Migrationsbewegung".

Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez habe, so Klingbeil weiter, mit entschlossenem Handeln dafür gesorgt, dass der allergrößte Teil der Menschen innerhalb kürzester Zeit von Ceuta wieder nach Marokko zurückgekehrt sei. Es müsse, so Klingbeil, "genau geklärt werden, was zu dieser Bewegung geführt hat und wer dafür verantwortlich war".

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50.000 bis 60.000 Menschen haben es bei dem Ansturm innerhalb kurzer Zeit von Marokko aus nach Ceuta geschafft. Mindestens 67 Menschen sind bei dem Versuch ums Leben gekommen.

Nach den Ereignissen in Ceuta haben mehrere EU-Länder den Druck auf Spanien erhöht. In einem Brief, den auch Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU unterzeichnet hat, äußerten 22 der 27 Staats- und Regierungschefs große Besorgnis über die Lage. Sie werfen Madrid indirekt vor, mit jüngsten Entscheidungen den Menschen Anreize gegeben zu haben, den Weg in die EU zu wagen.

Die Innenminister der EU-Mitgliedsländer sollen nun am Dienstag zu Beratungen zusammenkommen. Das hat der irische Regierungschef Micheál Martin auf Facebook mitgeteilt. Sein Land hat derzeit den EU-Ratsvorsitz. Das Treffen wird vom irischen Innenminister Jim O'Callaghan geleitet.

Besprochen werden sollen laut Angaben die Entwicklungen in Ceuta. "Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit allen EU-Mitgliedstaaten und den Institutionen und beobachten die Lage weiterhin aufmerksam", so Martin.

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