"Management muss sparen"

FPÖ schießt weiter gegen höhere ORF-"Zwangsgebühr"

Die Wogen um den ORF gehen derzeit besonders hoch. Grund: die mögliche Erhöhung der Haushaltsabgabe. Die FPÖ spricht von "Selbstbedienungsladen".
Heute Politik
24.08.2026, 21:09
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Der ORF kommt seit der Causa Roland Weißmann nicht zur Ruhe. Der frühere Generaldirektor wurde wie berichtet wegen Compliance-Verstößen am Küniglberg rausgeworfen. Mittlerweile liegt die Sache vor Gericht.

Wahl des neuen ORF-Generals Pig rechtlich umstritten

Die Wahl seines Nachfolgers Clemens Pig und dessen Direktoren-Teams ist auch nicht reibungslos verlaufen. FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler geht rechtlich gegen diese Bestellungen vor.

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ORF verliert 93 Millionen Euro im Jahr

Und jetzt geht es wieder um die höchst umstrittene Haushaltsabgabe. Weil der ORF einen Bundeszuschuss von rund 93 Millionen Euro im Jahr verliert, muss er diesen Verlust kompensieren. Interims-Generaldirektorin Ingrid Thurnher hat deshalb eine eigene Kommission damit beauftragt, eine Erhöhung der Haushaltsabgabe zu prüfen. Die Entscheidung über eine solche Erhöhung müsste letztendlich der Stiftungsrat treffen.

Scharfe Kritik aus der Wiener FPÖ

Seit Bekanntwerden dieser Prüfung hat sich die FPÖ auf den Küniglberg eingeschossen. Am Montag rückte auch Lukas Brucker, Mediensprecher der Wiener Freiheitlichen, aus und nahm den ORF ins Visier: "Der Elfenbeinturm am Küniglberg dürfte derzeit noch höher als sonst sein: Anscheinend hat er auch keine Fenster, denn von der Lebensrealität der Menschen bekommen die da oben nur wenig mit", richtete er via Aussendung aus.

"Management auswechseln"

"Wenn einem privaten Unternehmen Einnahmen fehlen, muss das Management sparen, effizienter wirtschaften und in dieser Konsequenz auch bei sich selbst ansetzen", so Brucker weiter. Wenn das nicht gelinge, werde irgendwann das Management ausgewechselt. "Am Küniglberg ist die Lösung offenbar einfacher. Hier greift man den Menschen noch tiefer in die Tasche. Besonders bequem ist das, wenn die sogenannten Kunden gesetzlich zur Zahlung gezwungen werden und anders als bei Streaminganbietern nicht einmal kündigen können."

65 Gagen-Kaiser am Küniglberg

Besonders dreist sei diese Debatte angesichts der "üppigen Gehälter in den obersten Etagen", kritisiert der Wiener Freiheitliche. Laut ORF-Transparenzbericht verdienten zuletzt 65 Mitarbeiter inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto im Jahr, vier davon sogar mehr als 300.000 Euro.

FPÖ: "Traumgagenfabrik ORF"

"Bevor man auch nur einen Cent mehr von den Österreichern verlangt, sollte man in der Traumgagenfabrik ORF bei sich selbst anfangen. Die Geldbörsen der Bürger sind kein Selbstbedienungsladen für die Küniglberg-Privilegien", so Brucker.

{title && {title} } pol, {title && {title} } 24.08.2026, 22:09
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