Die Sporttasche steht gepackt im Vorzimmer, doch nach einem langen Tag ist die Motivation fürs Fitnessstudio endgültig dahin. Also wieder kein Sport? Nicht unbedingt. Denn Bewegung zählt nicht erst dann, wenn wir Leggings anziehen, Gewichte stemmen oder auf einem Laufband schwitzen. Einige ganz alltägliche Aktivitäten können den Körper erstaunlich ordentlich fordern.
Auch die WHO zählt unter anderem Gehen, Radfahren, Hausarbeit, Gartenarbeit und Tanzen zur körperlichen Aktivität. Entscheidend sind Dauer und Intensität. Erwachsene sollten pro Woche auf mindestens 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung oder 75 bis 150 Minuten intensive Aktivität kommen. Zusätzlich wird Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen empfohlen.
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Das hilft, damit sich dein Körper nach dem Sport erholt
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1
Flotter Spaziergang
Ein gemütlicher Bummel durch die Einkaufsstraße reicht eher nicht. Wer jedoch zügig geht und das Tempo so wählt, dass Herzschlag und Atmung spürbar schneller werden, betreibt bereits moderates Ausdauertraining. Noch intensiver wird die Runde mit Steigungen, Treppen oder einem höheren Tempo.
2
Putzen
Staubsaugen, Böden wischen, Fenster reinigen und zwischendurch die Wäsche mehrere Stockwerke hinauftragen: Wer den Haushalt mit Tempo erledigt, merkt schnell, dass dabei mehr arbeitet als nur die Arme. Je nach Intensität kann Hausarbeit als moderate körperliche Aktivität zählen. Wer daraus ein kleines Workout machen möchte, legt bewusst Tempo vor, geht öfter in die Knie und erledigt mehrere Arbeiten ohne lange Pausen.
3
Gartenarbeit
Unkraut jäten, Erde schaufeln, Laub rechen oder schwere Säcke tragen: Ein Nachmittag im Garten kann Beine, Rücken, Arme und Kreislauf ordentlich beschäftigen. Allgemeine Gartenarbeit wird als moderate Aktivität geführt, schwere Arbeiten wie intensives Graben oder Schaufeln können sogar in den anstrengenden Bereich fallen. Damit wird das Blumenbeet zwar nicht automatisch zum Fitnessstudio, körperlich untätig ist man dabei aber ganz bestimmt nicht.
4
Tanzen
Für dieses Workout braucht es weder Trainingsplan noch Hanteln. Lieblingssong aufdrehen und bewegen: Tanzen kann Ausdauer, Koordination und Balance gleichzeitig fordern. Wie anstrengend das wird, hängt vom Tempo ab. Während etwa Gesellschaftstanz als moderate Aktivität gelten kann, kann intensives Tanzen durchaus in den Bereich hoher Belastung kommen.
5
Fahrrad statt Auto
Der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum nächsten Treffen lässt sich ebenfalls zum Training machen. Wer das Auto stehen lässt und aufs Fahrrad steigt, sammelt Bewegungsminuten, ohne dafür extra Zeit im Fitnessstudio einplanen zu müssen. Gemächliches Radfahren auf ebener Strecke zählt bereits als moderate Aktivität, bei höherem Tempo steigt die Belastung entsprechend.
Ganz ersetzen lässt sich Sport nicht immer
Der entscheidende Punkt: Nicht die Bezeichnung "Workout" macht eine Aktivität effektiv, sondern wie lange und intensiv der Körper dabei arbeitet. Alltagsbewegung kann deshalb einen wichtigen Teil des Trainings übernehmen.
Wer allerdings gezielt Muskeln aufbauen, seine Laufleistung verbessern oder bestimmte sportliche Ziele erreichen möchte, braucht weiterhin entsprechendes Training. Für einen aktiveren Alltag gilt jedoch: Die beste Bewegung muss nicht im Fitnessstudio stattfinden – sondern ist oft genau jene, die man tatsächlich regelmäßig macht.