Ob knackig im Salat, frisch auf dem Butterbrot oder als dampfende Tomatensauce zu Pasta: Tomaten landen bei uns in den unterschiedlichsten Varianten auf dem Teller. Doch macht es für unsere Gesundheit eigentlich einen Unterschied, ob wir sie roh oder gekocht essen?
Wer seine Tomaten am liebsten frisch genießt, tut seinem Körper etwas Gutes. Denn rohe Tomaten liefern unter anderem Vitamin C, das unser Immunsystem unterstützt. Der Haken: Das Vitamin reagiert empfindlich auf Hitze. Beim Kochen geht deshalb ein Teil davon verloren. Wer möglichst viel Vitamin C aus Tomaten aufnehmen möchte, sollte sie also auch regelmäßig roh essen.
Doch gekochte Tomaten haben einen entscheidenden Vorteil: Unser Körper kann den Pflanzenstoff Lycopin nach dem Erhitzen besser aufnehmen. Der rote Farbstoff gehört zu den Carotinoiden und wird unter anderem im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Gesundheit erforscht. Durch die Hitze werden die Zellstrukturen der Tomate aufgebrochen, sodass das Lycopin leichter verfügbar wird.
Egal ob frisch oder gekocht: Ein wenig Olivenöl kann die Tomate noch wertvoller machen. Der Grund: Sowohl Lycopin als auch Beta-Carotin, das der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandeln kann, sind fettlöslich. Mit etwas Öl kann unser Körper diese Stoffe besser aufnehmen.
Ein Tomatensalat mit Olivenöl oder eine selbst gemachte Sauce sind deshalb eine besonders gute Kombination.
Die beste Antwort lautet: beides! Rohe Tomaten punkten mit mehr Vitamin C, gekochte mit besser verfügbarem Lycopin. Wer regelmäßig zwischen frischem Tomatensalat und warmer Tomatensoße wechselt, profitiert von den Vorteilen beider Varianten. So einfach kann gesunde Ernährung schmecken.