Die Stromrechnung ist hoch, das schlechte Gewissen auch – und trotzdem hat man das Gefühl, längst alles richtig zu machen. Doch genau hier liegt das Problem: Viele vermeintliche Energiespar-Tipps bringen in Wahrheit gar nichts – manche kosten dich sogar Geld.
Es klingt zunächst einleuchtend: Wer auf die Spülmaschine verzichtet und per Hand abwäscht, spart Energie. Tatsächlich ist das jedoch ein Irrtum.
Denn auch beim Handspülen wird Wasser erhitzt – und das oft ineffizient. Eine Untersuchung der Universität Bonn zeigt sogar, dass moderne Geschirrspüler im Schnitt rund 50 Prozent weniger Wasser und etwa 28 Prozent weniger Energie verbrauchen als das Spülen von Hand.
Der Grund: Maschinen arbeiten mit optimierten Programmen und exakt dosierten Wassermengen. Wer hingegen unter fließendem Wasser abwäscht, verbraucht oft deutlich mehr.
Auch dieser Tipp hält sich hartnäckig, ist aber nur die halbe Wahrheit. Eine Badewanne fasst im Schnitt etwa 120 Liter Wasser. Wer länger duscht, erreicht diesen Wert schneller als gedacht: Bereits acht bis zehn Minuten unter der Dusche können denselben Verbrauch verursachen.
Vor allem moderne Duschköpfe lassen oft mehr Wasser durch, als viele vermuten. Wer also lange duscht, spart keineswegs automatisch Energie – im Gegenteil.
Der Name klingt eindeutig, doch er führt in die Irre: Klassische Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) sind längst nicht mehr die effizienteste Lösung. Moderne LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom und halten gleichzeitig länger. Zudem enthalten sie, anders als Energiesparlampen, kein giftiges Quecksilber.
Deshalb verschwinden die alten Modelle zunehmend aus dem Handel. Wer noch auf Energiesparlampen setzt, nutzt also nicht das volle Sparpotenzial.