Virologin warnt

Warum du den Topf nicht im Kühlschrank stellen solltest

Viele stellen die Essensreste nach dem Kochen einfach mitsamt Topf oder Pfanne in den Kühlschrank. Das spart Zeit – ist aber nicht ungefährlich.
Heute Life
05.05.2026, 14:25
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Der Abend war lang, das Essen gut – und wie so oft bleibt etwas übrig. Also wandert der Kochtopf kurzerhand direkt in den Kühlschrank. Schnell, praktisch, unkompliziert. Doch genau dieser Handgriff könnte ein Fehler sein, den viele unterschätzen.

Praktisch – aber nicht unbedenklich

Was im Alltag logisch erscheint, birgt laut Experten Risiken. Die Virologin Océane Sorel warnt in einem viralen Instagram-Posting davor, Speisen direkt im Kochgeschirr zu lagern. Der Grund: Der Kontakt zwischen Lebensmitteln und Material wird unnötig verlängert – und genau das kann problematisch werden.

Wenn Metall ins Essen übergeht

Besonders bei Töpfen aus Edelstahl, Aluminium oder Gusseisen kann es zu Wechselwirkungen kommen. Vor allem säurehaltige Speisen wie Tomatensaucen, Gerichte mit Essig oder Zitrusfrüchten reagieren empfindlich.

Während des Kochens ist das Risiko gering – schlicht, weil die Kontaktzeit kurz ist. Im Kühlschrank sieht das anders aus: Stundenlanges Lagern im selben Topf kann dazu führen, dass kleinste Metallpartikel ins Essen übergehen.

Unsichtbare Gefahr: Mikroplastik

Doch nicht nur klassische Töpfe sind betroffen: Auch beschichtete Pfannen stehen in der Kritik. Modelle mit PTFE-Beschichtung (besser bekannt als Teflon) oder Keramik können unter Umständen Mikroplastikpartikel abgeben.

Je länger das Essen darin bleibt, desto größer wird die mögliche Belastung. Ist die Beschichtung beschädigt, steigt das Risiko zusätzlich.

Was wir über Mikroplastik wissen

Mikroplastik ist längst kein Fremdwort mehr: Studien haben die winzigen Partikel bereits im menschlichen Körper nachgewiesen – im Blut, in Organen und sogar in der Plazenta. Welche Auswirkungen das langfristig hat, ist noch nicht vollständig geklärt. Einige Untersuchungen sehen Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen. Klar ist: Je weniger wir aufnehmen, desto besser.

Der einfache Trick für mehr Sicherheit

Die gute Nachricht: Die Lösung ist unkompliziert. Statt den Topf direkt in den Kühlschrank zu stellen, solltest du die Speisen erst abkühlen lassen und dann umfüllen – idealerweise in luftdichten Glasbehältern.

So reduzierst du nicht nur den Kontakt mit potenziell problematischen Materialien, sondern sorgst auch dafür, dass dein Essen länger frisch bleibt.

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