Bloß nicht pflücken!

Diese 3 Wildpflanzen lässt du jetzt lieber stehen

Ab in den Korb damit? Lieber nicht so schnell! Bei drei bekannten Wildkräutern kommt es jetzt auf den richtigen Pflanzenteil an.
Heute Life
14.09.2026, 12:22
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Der Korb ist geschnappt, die Schuhe sind angezogen und draußen wartet noch jede Menge Grün. Auch wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, wachsen auf Wiesen, an Wegrändern und unter Hecken weiterhin zahlreiche essbare Wildpflanzen. Doch nur weil manche Pflanzen noch frisch aussehen, heißt das nicht, dass jetzt auch die beste Zeit zum Sammeln ist.

Denn im Laufe des Jahres verändern sich viele Wildkräuter: Blätter werden älter und fester, der Geschmack kräftiger oder bitterer. Wer im Herbst noch einmal auf Wildkräuter-Jagd gehen möchte, sollte deshalb genau wissen, was jetzt noch in den Korb gehört – und was besser stehen bleibt.

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1. Brennnessel

Sie wächst an Wegrändern, auf Wiesen und in Gärten und gehört wohl zu den bekanntesten heimischen Wildpflanzen. Die Brennnessel lässt sich vielseitig verwenden – etwa für Suppen, Pesto oder als spinatähnliches Gemüse. Für die Blätter liegt die attraktivste Sammelzeit allerdings früher im Jahr: Besonders begehrt sind die jungen, zarten Triebe im Frühjahr, bevor die Pflanze blüht. Später werden die Blätter zunehmend gröber und fester.

Das bedeutet nicht, dass eine Brennnessel im Herbst plötzlich tabu oder giftig wäre. Wer jetzt sammelt, sollte seinen Blick aber auf einen anderen Teil der Pflanze richten: Im Spätsommer und Herbst können etwa die Brennnesselsamen geerntet und in der Küche verwendet werden.

2. Löwenzahn

Kaum eine Pflanze ist leichter zu erkennen: Im Frühjahr verwandelt Löwenzahn ganze Wiesen in ein gelbes Blütenmeer. Doch auch im Herbst lassen sich seine charakteristischen Blattrosetten vielerorts noch entdecken. Wer es auf die Blätter abgesehen hat, ist im Frühjahr jedoch besser dran. Junge Löwenzahnblätter sind zarter und schmecken vergleichsweise mild. Mit zunehmendem Alter werden sie kräftiger und bitterer – essbar bleiben sie grundsätzlich trotzdem.

3. Wiesenholler

Für Gartenbesitzer ist er häufig ein hartnäckiges Ärgernis, für Wildkräuterfans dagegen eine kostenlose Zutat: Wiesenholler lässt sich unter anderem für Salate, Suppen und Pesto verwenden. Auch hier sind vor allem die jungen Blätter gefragt. Sie erkennt man an ihrer hellgrünen Farbe und daran, dass sie noch weich und teilweise leicht gefaltet sind. Mit zunehmendem Alter werden die Blätter dunkler, fester und geschmacklich intensiver.

Wer ihn im Herbst findet, kann zwar weiterhin auf junge, nachgewachsene Triebe achten. Die großen, älteren Blätter sind jedoch oft weniger interessant als das frische Grün im Frühjahr.

Nicht die Saison allein entscheidet

Beim Sammeln von Wildpflanzen reicht es nicht, nur darauf zu achten, ob eine Pflanze gerade wächst – entscheidend sind auch Alter, Pflanzenteil und die geplante Verwendung. Und eine Regel gilt unabhängig von der Jahreszeit: Gegessen wird nur, was zweifelsfrei bestimmt wurde. Außerdem sollte nicht an stark befahrenen Straßen, auf belasteten Flächen oder dort gesammelt werden, wo das Pflücken verboten ist.

red,14.09.2026, 12:22
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