Ein bisschen Jessica Alba während der "Honey"-Premiere, ein Hauch Sommerurlaub und ganz viel warmer Glanz: Die 2000er haben den Beauty-Schrank endgültig wieder erobert. Jetzt feiert auch eine Haarfarbe aus der Y2K-Ära ihr großes Comeback – "Honey Blonde". Vergiss dabei platinblonde Strähnen und kühle Aschtöne: Der neue alte Blond-Trend setzt auf Honig, Gold und Karamell und soll aussehen, als hätte die Sonne höchstpersönlich beim Färben geholfen.
Die 2000er sind längst mehr als Hüfthose und Lipgloss. Auch die Haarfarben der frühen Nullerjahre melden sich zurück. Ganz vorn dabei: "Honey Blonde", ein warmes, mehrdimensionales Blond, das Erinnerungen an die Romcom-Ära weckt.
Als perfekte Inspiration gilt Jessica Alba rund um ihren Film "Honey". Zwar trug ihre Filmfigur eher dunkles Haar, abseits der Leinwand zeigte sich die Schauspielerin damals jedoch immer wieder mit warmen, goldenen Nuancen – genau jener Ästhetik, die heute wieder gefragt ist.
Auch aktuelle Stars haben die Lust auf wärmere Haarfarben längst entdeckt: Bella Hadid, Tate McRae und zeitweise auch Zendaya zeigten sich bereits mit Tönen, die in die honig-goldene Richtung gehen.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Nach Jahren, in denen möglichst kühle Blondtöne, Silber-Nuancen und Aschblond dominierten, schlägt das Pendel wieder in die andere Richtung aus.
Star-Friseur Jacob Schwartz erklärt gegenüber "Byrdie", dass sich viele wieder eine Haarfarbe wünschen, die satt, tragbar und lebendig wirkt. Moderne Honigtöne hätten zwar einen nostalgischen Charakter, sähen durch die individuelle Abstimmung aber keineswegs altmodisch aus. Das Ziel ist ein sonnengeküsster Look, der das Haar glänzend und gesund erscheinen lässt. Statt einer einheitlichen Farbe treffen dabei unterschiedliche warme Nuancen aufeinander.
Genau hier liegt der Unterschied zum klassischen Blond: "Honey Blonde" ist keine einzelne Farbe. Goldene Reflexe treffen auf Honig- und Karamelltöne, während hellere und dunklere Partien dem Haar optisch mehr Tiefe verleihen. Im Licht kommt der Effekt besonders zur Geltung. Die unterschiedlichen Nuancen reflektieren es und lassen die Farbe je nach Bewegung heller oder dunkler wirken. Das Ergebnis soll weniger nach frisch gefärbtem Einheitsblond und stärker nach natürlichem Sommerhaar aussehen.
Ein weiterer Vorteil: Der Trend lässt sich individuell anpassen. Wer es zurückhaltend mag, setzt nur auf vereinzelte warme Akzente. Wer deutlich heller werden möchte, kann Honigblond als dominierenden Farbton wählen.
Wer jetzt am liebsten direkt zum Friseur laufen möchte, sollte vorher ein bisschen Vorarbeit leisten. Schwartz empfiehlt, mehrere Referenzbilder mitzunehmen. Denn unter "Honey Blonde" kann sich jeder etwas anderes vorstellen.
Im Salon sollte deshalb genau besprochen werden, wie hell, warm und kontrastreich das Ergebnis werden soll. Ausgangshaarfarbe, bereits vorhandene Colorationen und Hautton spielen dabei eine wichtige Rolle. Beschreiben lässt sich der Look als mehrdimensionales Goldblond mit weichen Honig- und Karamellnuancen, die individuell auf den Teint abgestimmt werden.
Und damit zeigt sich einmal mehr: Die 2000er sind gekommen, um zu bleiben. Nur diesmal darf das Blond etwas weicher, luxuriöser und natürlicher wirken als damals.