Die erste Pilates-Stunde fühlt sich für viele ungewohnt an: Die Bewegungen wirken auf den ersten Blick einfach, doch schon nach wenigen Minuten beginnen Arme,Beine und Bauch zu zittern. Das verleitet viele Einsteiger dazu, schneller zu werden oder die Übungen irgendwie "durchzubringen". Dabei lebt die Sportart nicht von Tempo oder spektakulären Bewegungen, sondern von Präzision.
Mariana Rodriguez, Gründerin und CEO des Wiener Pilates-Studios "Train & Tone", verrät im "Heute"-Interview, welche Fehler besonders häufig passieren – und warum weniger beim Pilates oft mehr ist.
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Diese Fehler machen Pilates-Anfänger am häufigsten
Gerade zu Beginn schleichen sich laut Rodriguez immer wieder dieselben Fehler ein. Viele bringen Bewegungs- und Haltungsmuster mit, die sich über Jahre eingeschlichen haben und nun das Training erschweren.
Warum selbst kleine Technikfehler den Trainingserfolg ausbremsen können, weiß Mariana Rodriguez, Gründerin und CEO des Pilates-Studios Train & Tone in Wien.
Iris Amalia Photography
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Körperhaltung stimmt nicht
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist laut Rodriguez eine falsche Körperhaltung. Viele bringen Bewegungsmuster mit ins Training, die sie sich über Jahre angeeignet haben. Dadurch fehlt oft die korrekte Ausrichtung des Körpers, die beim Pilates jedoch die Grundlage jeder Übung bildet.
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Atmung wird vernachlässigt
Viele konzentrieren sich beim Pilates ausschließlich auf die Bewegung und vergessen dabei die Atmung. Dabei ist sie ein zentraler Bestandteil jeder Übung und unterstützt den gesamten Bewegungsablauf. Rodriguez betont, dass die richtige Atemtechnik untrennbar mit einer guten Ausführung verbunden ist: "Eines unserer wichtigsten Ziele ist es deshalb, eine solide Grundlage zu schaffen: durch eine korrekte Körperausrichtung, die richtige Atmung und das bewusste Aktivieren der tiefen Bauchmuskulatur."
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Körpermitte wird nicht aktiviert
Die tiefe Bauchmuskulatur, der sogenannte "Core", ist das Herzstück des Pilates. Trotzdem wird sie von vielen Anfängern nicht bewusst eingesetzt: "Interessanterweise passieren einige der größten Fehler gerade bei den einfachsten Übungen. Bei einem Crunch zum Beispiel ziehen viele die Bewegung mit Kopf und Schultern ein, anstatt sie über die Atmung und die Aktivierung der 'Core'-Muskulatur einzuleiten", so die Pilates-Trainerin.
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Übungen werden falsch ausgeführt
Gerade einfache Übungen verleiten dazu, sie mit Schwung oder einer falschen Technik auszuführen. Ein typisches Beispiel sind Kniebeugen: "Viele schieben die Knie zu weit nach vorn, statt Gesäß, hintere Oberschenkelmuskulatur und 'Core' einzusetzen, um eine stabile und kraftvolle Bewegung auszuführen", verrät Rodriguez gegenüber "Heute".
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Körperbewusstsein fehlt
Pilates ist weit mehr als ein klassisches Workout. Wer nur versucht, Bewegungen nachzumachen, schöpft das Potenzial der Methode nicht aus: "Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende Verbindung zwischen Körper und Kopf. Pilates bedeutet auch zu verstehen, wie sich der eigene Körper bewegt. Fehlt dieses Körperbewusstsein, verliert das Training deutlich an Effektivität", erläutert sie.
Sport mit Präzision: Kleine Einblicke im Wiener Pilates-Studio Train & Tone
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Der wichtigste Rat: Dranbleiben
Wer mit Pilates beginnt, sollte vor allem Geduld mitbringen. Sichtbare Veränderungen brauchen Zeit, die positiven Effekte beginnen jedoch schon lange vorher: "Pilates ist kein kurzfristiges Fitnessprogramm, sondern eine langfristige Investition in deinen Körper." Zunächst werden die kleinen, stabilisierenden Muskeln gekräftigt, die Gelenke entlastet und die Beweglichkeit verbessert. Mit der Zeit werden diese Veränderungen auch sichtbar – und machen sich vor allem darin bemerkbar, wie man sich bewegt und fühlt.
Rodriguez bringt es abschließend auf den Punkt: "Motivation kommt und geht – doch Beständigkeit ist das, was langfristige Ergebnisse schafft. Genau dort findet die eigentliche Veränderung statt."