Wenn Winzer so arbeiten würden wie Teile der Bundespolitik, stünde es schlecht um den vinophilen Jahrgang 2026, geprägt von Hitze, Dürre und fehlendem Niederschlag.
Stellen Sie sich einen Weinbauern vor, der den Lesezeitpunkt verpasst, weil er wochenlang über gendergerechte Schilder am Traktorweg debattiert. Das Ergebnis wäre ein furchtbares Gesöff – völlig unverkäuflich.
Ab sofort schenkt Ihnen der Geschäftsführer der neu gegründeten Weintourismus Burgenland GmbH regelmäßig freitags an dieser Stelle ein. "Die Weinwirtschaft spielt für das Burgenland eine zentrale Rolle", so Oschep. Gemeinsam mit "Heute" wird er sein "Herzensthema" einem breiten Publikum bekannt machen und erlesene Tropfen vorstellen.
Genau das erleben wir heute. Eine abgehobene Elite verliert sich im Mikromanagement von Randthemen. Währenddessen verrotten die Kernaufgaben: Die Wirtschaft schrumpft, die Infrastruktur bröckelt und die Bürokratie erstickt viele Betriebe.
Ein guter Winzer weiß jedoch: Das Handwerk entscheidet sich an den faktischen Gegebenheiten. Wenn der Boden und die Reben vernachlässigt werden, rettet auch das modernste Marketing nichts.
Ehrliche Bodenständigkeit und der Fokus auf die realen Probleme schlagen elitäre Arroganz. Am Ende wollen die Bürger keine theoretischen Erziehungsversuche, sondern handfeste Ergebnisse: Stabilität, Wohlstand und gesunden Menschenverstand.
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Daher bin ich sehr froh, dass die höchsten politischen Landesvertreter aus dem Burgenland und Niederösterreich alles tun, um ihren Winzerinnen und Winzer in herausfordernden Zeiten jene Unterstützung zu bieten, die Ihnen tatsächlich hilft. Gut so. Auf den Jahrgang 2026: in der Menge geringer in der Qualität herausragend. Österreich halt. Kompliment.
Meine Empfehlung der Woche: Weingut Königshofer, Zweigelt 2024. Trinkfreudig, fruchtig, tolle Balance. Sehr innovativer junger Winzer aus Neusiedl.
Oscheps GLASifizierung: ★★★★✩