"Heute"-Politbarometer

Kickl klar auf Platz 1 – dahinter gibt's Überraschung

Die Performance der Spitzenpolitiker wird großteils negativ beurteilt. Das zeigt das "Heute"-Politbarometer. Weiter klare Nummer eins: FP-Chef Kickl.
Heute Politik
14.09.2026, 05:15
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Wie stehen Österreichs Politiker vor dem Start in den Herbst da? Das hat "Unique Research" für "Heute" 500 Österreicher ab 16 Jahren befragt (online, maximale Schwankungsbreite ±4,4 Prozent). Das sind die Ergebnisse:

Kickl mit bestem Positiv-Wert

An der Spitze liegt eindeutig FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er ist in den vergangenen 14 Tagen 32 Prozent der Befragten positiv aufgefallen. Das ist der mit Abstand beste Wert aller abgefragten Politiker. Bei den Negativ-Nennungen konnte er gegenüber dem Juli von 45 auf 43 Prozent leicht verbessern. Von allen fünf Parteichefs und -chefinnen weist er mit elf Prozentpunkten ebenfalls den Bestwert auf.

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Parteichefs polarisieren

Wie Kickl polarisieren auch die anderen Parteichefs. Am ehesten in Grenzen hält sich das bei Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Sie ist 19 Prozent positiv und 42 Prozent negativ aufgefallen. Damit ist sie gegenüber Juli annähernd stabil geblieben.

Meinl-Reisinger ist jedem Zweiten negativ aufgefallen

Das gilt auch für ÖVP-Chef und Bundeskanzler Christian Stocker.  Bei den Positiv-Nennungen liegt er allerdings hinter Gewessler und auch Neos-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die kommt allerdings auf satte 48 Prozent Negativ-Nennungen.

Babler bei Wählern unten durch

Desaströs sind die Zahlen weiterhin für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler. Er ist unglaublichen 53 Prozent und damit mehr als der Hälfte der Befragten negativ aufgefallen. Das ist der Rekordwert in dieser Kategorie. Nur 15 Prozent haben ihn zuletzt positiv in Erinnerung.

Das dürfte wohl auch daran liegen, dass sich viele seiner Versprechen von vor der Wahl nicht bewahrheitet haben. Auch sein unglückliches Agieren im Zusammenhang mit dem ORF hat sicher nicht zu einer positiveren Wahrnehmung geführt.

Marterbauer schon auf Platz zwei

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) wird immer stärker. Mit 21 Prozent Positiv- und 25 Prozent Negativ-Nennungen liegt der bereits auf Platz zwei und ist im Saldo sogar der beste Spitzenpolitiker.

Bauer schließt zu Tanner auf

Von diesem Platz verdrängt hat Marterbauer damit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Sie ist von der zweiten Stelle auf Platz sechs zurückgefallen und hat damit auch ihren alleinigen Platz als bestbewertete ÖVP-Politikerin eingebüßt. Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat zu Tanner aufgeschlossen. Ihr hat wohl die Diskussion um ein Verbot des politischen Islam und des Kinderkopftuches in Schulen Punkte bei den Wählern eingebracht.

Wiederkehr und Karner stoßen in die Top Ten vor

Ebenfalls noch unter die Top Ten haben es Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos, von 14 auf 7) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP, von 12 auf 9) geschafft.

Pröll ist bester Staatssekretär

Am besten von den Staatssekretären schnitt übrigens Alexander Pröll (ÖVP) ab. Mit elf Prozent Negativ- und 21 Prozent Negativ-Nennungen kommt er auf den 13. Platz und liegt deutlich vor seinen Kolleginnen und Kollegen. Weiterhin einen auffallend hohen Negativwert hat Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn. Er ist jedem dritten Befragten zuletzt negativ aufgefallen. Schwacher Trost: Gegenüber Juli ist das wenigstens eine kleine Verbesserung von sechs Prozentpunkten.

Totschnig unauffällig – trotz Dürre und Klimagesetz

Auf sein spannendes Detail der Umfrage weist Meinungsforscher und Politik-Experte Peter Hajek im Gespräch mit "Heute" hin: Umwelt- und Klimaminister Norbert Toschnig (ÖVP) ist zwei Dritteln der Wähler in letzter Zeit nicht aufgefallen oder sie kennen ihn nicht.

"Das ist insofern interessant, ist er wegen der Dürrehilfen für die Bauern und dem Klimaschutzgesetz politisch an vorderster Front gestanden", so Hajek.

pol,14.09.2026, 05:15