Mordfall Leonie – jetzt dritter Verdächtiger in Haft

Im Fall der getöteten Leonie (13) wurde nun auch über den dritten festgenommenen Afghanen die U-Haft verhängt. Die Justiz spricht von Fluchtgefahr.

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts der Vergewaltigung mit Todesfolge und Missbrauchs einer wehrlosen Person im Fall Leonie gegen vier junge Afghanen. Drei von ihnen – sie sind 16, 18 und 23 Jahre alt – wurden bereits festgenommen, ein Vierter (22) befindet sich noch auf der Flucht. Der amtsbekannte Serientäter könnte sich bereits ins Ausland abgesetzt haben, weshalb er in ganz Europa polizeilich gesucht wird. 

Die beiden jüngsten Verdächtigen saßen bereits seit Freitag in Untersuchungshaft, jetzt wurde selbige auch über den 23-Jährigen verhängt. Das bestätigte Gerichtssprecherin Christina Salzborn Sonntagmittag.

Vorwürfe abgestritten

Der 23-jährige Afghane – er hat derzeit keine anwaltliche Vertretung – habe sich vor dem Journalrichter zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen nicht geständig gezeigt. Er soll behaupten, mit dem Vorfall gar nichts zu tun gehabt zu haben. Er will erst gar nicht in der Wohnung des 18-Jährigen, wo Leonie getötet wurde, gewesen sein.

Weil die Justiz offenbar Flucht-, Tatbegehungs- und Verabredungsgefahr befürchtet, wurde er nun ebenfalls in U-Haft genommen. Er wird also vorerst bis 19. Juli in Behördengewahrsam bleiben, so Salzborn.

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