Fransen? Da denken viele zuerst an Cowboyjacken, Festivals und wilde Hippie-Looks. Doch davon schütteln sie sich gerade ab. Die langen, beweglichen Fäden tauchen wieder an Jacken, Röcken, Taschen und Schals auf – allerdings wesentlich eleganter und moderner als früher.
Das Schöne daran: Du musst für den Trend nicht deinen kompletten Kleiderschrank umkrempeln. Schon ein einziges Teil mit Fransen kann einem simplen Herbst-Outfit plötzlich ganz neuen Schwung verleihen.
Fransen waren nie wirklich verschwunden. Mal baumelten sie an Wildlederjacken, mal an Boho-Taschen oder Kleidern. Diese Saison bekommen sie allerdings ein kleines Mode-Upgrade: Statt möglichst vieler verspielter Details werden Fransen jetzt gezielter eingesetzt. Sie hängen beispielsweise am Saum eines Rocks, ziehen sich über die Ärmel einer Jacke oder verwandeln eine ansonsten schlichte Tasche in einen Hingucker.
Auch bei den Materialien wird es herbstlicher: Wildleder, Leder, Strick und festere Stoffe ersetzen luftige Festival-Looks.
Besonders einfach lässt sich der Trend mit einer Fransenjacke ausprobieren. Modelle aus braunem oder cognacfarbenem Wildleder bringen zwar immer noch einen Hauch Western mit, werden heuer aber wesentlich reduzierter kombiniert. Der Trick liegt beim Rest des Outfits: Statt Cowboy-Boots und Boho-Kleid kommen Jeans, schlichtes Shirt, Strick und klassische Schuhe dazu.
Eine braune Fransenjacke über weißem T-Shirt und dunkler Jeans braucht kaum weitere Accessoires. Die Bewegung der langen Fransen reicht bereits aus, um aus einem simplen Look ein Statement zu machen.
Noch unkomplizierter wird es mit einer Fransen-Tasche. Sie ist ideal für alle, die den Trend ausprobieren möchten, ohne sich gleich eine auffällige Jacke oder einen Rock zuzulegen. Vor allem zu simplen Herbst-Looks funktioniert das hervorragend: Ein langer Mantel, Strickpullover und Jeans wirken mit einer Tasche samt langen Fransen gleich interessanter.
Dabei muss es nicht zwingend Braun sein: Schwarz wirkt elegant, Bordeaux besonders herbstlich und Creme etwas softer. Wer es klassischer mag, bleibt bei Cognac oder dunklem Schokobraun.
Keine Sorge: Du musst nicht von Kopf bis Fuß in Fransen gehüllt durch die Stadt laufen. Wer sich langsam an den Trend herantasten möchte, beginnt mit einem einzigen Statement-Piece. Eine Tasche mit Fransen oder Quasten kann beispielsweise Jeans, Pullover und Mantel sofort aufwerten. Auch Schuhe oder Gürtel eignen sich für eine kleinere Dosis.
Auch Western-Elemente solltest du bewusst dosieren. Wildlederjacke plus Cowboyboots plus Gürtel plus Fransen-Tasche kann schnell nach Motto-Party aussehen. Kombinierst du dieselbe Jacke dagegen mit gerader Jeans und schlichtem Strick, bekommt sie sofort einen anderen Charakter.
Das Beste am "Fringe"-Comeback: Dafür muss nicht unbedingt neu geshoppt werden. Fransen verschwinden schließlich nie vollständig aus der Mode. Eine ältere Wildledertasche, ein Fransenschal oder eine Jacke aus vergangenen Saisonen kann jetzt plötzlich wieder hochaktuell aussehen.