Es gibt kaum einen Geschmack, der so sehr nach Sommer schmeckt wie eine sonnengereifte Kirsche. Ob beim Spaziergang über den Wochenmarkt, als süße Erfrischung am Badesee oder frisch gepflückt vom Baum – die kleinen roten Früchte gehören für viele Menschen zur warmen Jahreszeit einfach dazu. Jetzt, wo heimische Kirschen Hochsaison haben, landen sie wieder vermehrt in Einkaufskörben und Obstschalen.
Doch wer sich einen größeren Vorrat mit nach Hause nimmt, sollte wissen: Kirschen sind empfindlich und verderben schneller, als vielen lieb ist.
Von Juni bis August ist die Auswahl an heimischen Kirschen besonders groß. Die Früchte überzeugen nicht nur mit ihrem süßen Aroma, sondern auch mit wertvollen Inhaltsstoffen. Sie enthalten unter anderem Kalzium, Magnesium, Eisen und Kalium, die wichtige Funktionen im Körper unterstützen. Darüber hinaus liefern Kirschen die Vitamine A, B und C, die das Immunsystem stärken und die Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen können.
Wer möglichst lange Freude an seinen Kirschen haben möchte, sollte bereits beim Einkauf genau hinsehen: Da die Früchte nach der Ernte nicht mehr nachreifen, ist es wichtig, möglichst reife Früchte auszuwählen. Eine feste Konsistenz, eine glatte Oberfläche und eine glänzende Schale gelten als Zeichen guter Qualität.
Zu Hause angekommen, lohnt sich ein kurzer Kontrollblick: Druckstellen, braune Flecken oder beschädigte Früchte sollten aussortiert werden, da sie schneller schimmeln und andere Kirschen anstecken können.
Kirschen mögen es kühl: Deshalb sollten sie nach dem Einkauf möglichst rasch im Kühlschrank gelagert werden. Wichtig ist außerdem, die Früchte möglichst nebeneinander und nicht in mehreren Schichten übereinander aufzubewahren. So werden Druckstellen vermieden. Mit dem Waschen sollte man hingegen warten: Feuchtigkeit fördert die Bildung von Schimmel, weshalb Kirschen idealerweise erst kurz vor dem Verzehr abgespült werden sollten.
Übrigens: Wer versehentlich einen Kirschkern verschluckt, muss sich in der Regel keine Sorgen machen. Zwar enthalten die Kerne geringe Mengen an Blausäure, gesundheitliche Folgen sind bei einem einzelnen verschluckten Kern jedoch nicht zu erwarten.
Wer die Kirschsaison verlängern möchte, kann die Früchte problemlos einfrieren. Dazu werden die Stiele entfernt, die Kirschen gewaschen und sorgfältig getrocknet. Anschließend können sie ins Gefrierfach wandern. Der große Vorteil: Tiefgekühlt bleiben Kirschen bis zu einem Jahr haltbar.