Die Koffer stehen bereit, die Route ist gespeichert und die Urlaubsplaylist wartet schon auf ihren Einsatz. Für viele Wiener beginnt die Reise nicht erst am Meer oder in den Bergen, sondern bereits auf der Autobahn. Das Auto bleibt auch heuer das beliebteste Verkehrsmittel für den Sommerurlaub – trotz Stau, langer Fahrten und steigender Spritpreise.
Eine aktuelle Helvetia-Studie zeigt nun, wie die Wiener in die Ferien starten und welche Rolle Sicherheit, Smartphone und Vorbereitung dabei spielen.
Ob Kroatien, Italien oder der Neusiedler See: Viele beliebte Reiseziele sind bequem mit dem Auto erreichbar. Laut den Ergebnissen plant jeder zweite Wiener (50 Prozent), heuer mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. Damit liegt die Bundeshauptstadt zwar leicht unter dem Österreich-Schnitt von 56 Prozent, dennoch bleibt das eigene Fahrzeug für viele die erste Wahl: Flexibilität, Unabhängigkeit und die Möglichkeit, das Tempo selbst zu bestimmen, sprechen für die Anreise auf vier Rädern.
Für viele Wiener spielt bei der Wahl des Verkehrsmittels auch das Sicherheitsgefühl eine wichtige Rolle. Fast jede zweite Person (49 Prozent) gibt an, sich bei einer Urlaubsreise mit dem Auto sicherer zu fühlen als im Flugzeug.
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich Wiener auf unbekannten Straßen vergleichsweise entspannt bewegen. Nur vier von zehn Befragten (40 Prozent) empfinden neue Routen als stressig. Österreichweit liegt dieser Wert mit 44 Prozent etwas höher.
Das Handy gehört mittlerweile genauso zur Reiseausstattung wie Reisepass und Sonnencreme. Es dient als Navigationsgerät, Kommunikationszentrale und Unterhaltungsprogramm zugleich. Dementsprechend wichtig ist ein voller Akku: 82 Prozent der Wiener achten darauf, dass ihr Smartphone bei längeren Autofahrten ausreichend geladen ist.
Und angekommen wird selbstverständlich Bescheid gegeben: 86 Prozent informieren Familie oder Freunde darüber, dass sie sicher am Urlaubsort angekommen sind.
Was wäre eine lange Autofahrt ohne den passenden Soundtrack? Hier zeigen sich die Wiener besonders musikbegeistert. 39 Prozent erstellen vor längeren Fahrten oder Urlaubsreisen eine eigene Playlist. Damit liegt Wien über dem österreichweiten Durchschnitt von 35 Prozent. Musik, Podcasts oder Hörbücher gehören für viele mittlerweile genauso zum Urlaubsgefühl wie die erste Pause an einer Raststation.
Weniger vorbildlich zeigt sich Wien bei der Vorbereitung des Fahrzeugs. Nur 76 Prozent überprüfen vor längeren Fahrten wichtige Punkte wie Reifendruck, Flüssigkeitsstände oder den allgemeinen Zustand des Autos. Damit liegt die Bundeshauptstadt unter dem österreichweiten Durchschnitt von 79 Prozent und zählt zu den Schlusslichtern im Bundesländer-Vergleich.
Auch beim Blick auf die Verkehrsregeln im Urlaubsland gibt es noch Verbesserungspotenzial: Zwar informieren sich 78 Prozent der Wiener vor Reiseantritt über die geltenden Vorschriften vor Ort, doch auch dieser Wert liegt knapp unter dem Österreich-Schnitt.
Route planen, Smartphone laden, Musik auswählen und das Fahrzeug überprüfen – wer vorbereitet startet, reist meist entspannter. Denn auch wenn die Vorfreude auf Sonne, Strand oder Berge groß ist, entscheidet oft schon die Anreise darüber, wie erholt man am Urlaubsort ankommt.