Für SPÖ-Staatssekretärin

Vizekanzler Babler ließ Büro für knapp 15.000 € umbauen

Weil keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung standen, ließ Andreas Babler das Büro seines Vorgängers für 14.258,40 € "adaptieren".
Nicolas Kubrak
19.07.2025, 14:30
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Die "TeuRaZ" (Anm.: Teuerste Regierung aller Zeiten) sorgt wieder mal für Aufsehen. In ihrem ersten Monat im Amt hat sie satte 1,75 Millionen Euro nur für externe Beratungsdienstleistungen ausgegeben. Das ging aus einer Anfrageserie von Alma Zadic an alle Ministerien hervor – "Heute" berichtete.

Knapp 15.000 € für Büroumbau

Nun hat die Grünen-Vizechefin die Dienstautos und Umbaumaßnahmen in den einzelnen Ministerien durchleuchtet.

Das größte Highlight: SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler hat ein Büro für 14.258,40 € umbauen lassen. Es handelt sich um das frühere Büro des Kabinettschefs seines Amtsvorgängers, das für Staatssekretärin Michaela Schmidt mit Malerarbeiten und neuem Bodenbelag adaptiert wurde.

Gleichzeitig mussten im Sitzungsraum des Ministerbüros Malerarbeiten zur Ausbesserung von Mängeln durchgeführt werden, die Kosten beliefen sich auf 2.820 €.

"Die wirtschaftlichste Lösung"

In der Anfragebeantwortung heißt es seitens des Vizekanzlers: "Nachdem dadurch auf die Anmietung eigener Büroräumlichkeiten und die damit verbundenen, fortlaufenden Kosten verzichtet werden könnte, stellte dies die wirtschaftlichste Lösung dar." Die Anmietung von zusätzlichen Räumlichkeiten für Schmidt würde monatlich zumindest 15.406,93 € netto kosten.

Auch Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ließen in ihren Ministerien umbauen: Im roten Ministerium schlugen die Adaptionen – darunter ein Hängeregistraturkasten, Maler- und Ausbesserungsarbeiten sowie Neufolierungen – mit insgesamt 13.948,84 € zu Buche. Im Kabinett von Klaudia Tanner wurde der Parkettboden für 5.011,20 € saniert, zusätzlich kam eine Teeküche um 8.253,60 € dazu.

VP-Minister fahren am meisten

Bei der Nutzung der Dienstautos zeigen sich deutliche Unterschiede: Innenminister Gerhard Karner hat mit seinem Audi A8 bis zum Stichtag 23. Juni rund 27.000 Kilometer zurückgelegt.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fuhr mit einem BMW 750e xDrive bis zum 31. Mai insgesamt 22.401 Kilometer. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner brachte es mit einem Audi A8 bis zum 3. Juni auf 15.000 Kilometer.

Eine besondere Rolle spielt Europaministerin Claudia Plakolm: Zwischen 3. März und 30. April legte ihr Audi A8 stolze 17.640 Kilometer zurück – vor allem für Antrittsbesuche in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien. Laut ihrem Büro wollte man so unnötige Flugkosten vermeiden – die Reisen nach Prag, Bratislava, Budapest und Ljubljana wurden daher bewusst per Auto absolviert.

Claudia Plakolm hat ihre Antrittsbesuche in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien mit dem Dienstauto absolviert.
Helmut Graf

Marterbauer bietet Dienstfahrräder an

Deutlich zurückhaltender unterwegs sind die SPÖ-Minister. Sozialministerin Schumann kommt auf 5.015 Kilometer, Justizministerin Anna Sporrer auf 3.455 Kilometer, Vizekanzler Babler auf 2.983 Kilometer und Infrastrukturminister Peter Hanke auf gerade einmal 2.952 Kilometer (Stichtag: 23. Mai).

Spannend: Finanzminister Markus Marterbauer, der von einem 7er-BMW auf eine Skoda-Limousine umsteigt, und selbst die meisten Strecken zu Fuß oder mit den Öffis zurücklegt, setzt auch auf nachhaltige Mobilität im Ministerium. Er stellt seinen Mitarbeitern Dienstfahrräder zur Verfügung. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralstelle sind angeleitet, den Großteil ihrer Dienstwege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren", heißt es in der Anfragebeantwortung.

{title && {title} } nico, {title && {title} } Akt. 19.07.2025, 16:02, 19.07.2025, 14:30
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