Laut WHO

Ab dieser Temperatur wird dein Ventilator gefährlich

Ein Ventilator gehört für viele zum Sommer dazu. Ab einer bestimmten Gradzahl ist jedoch Vorsicht geboten.
Heute Life
04.08.2026, 11:56
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Die Temperaturen steigen, die Wohnung heizt sich auf und der erste Griff geht zum Ventilator. Schließlich sorgt der Luftstrom sofort für Erleichterung – oder? Tatsächlich kann genau das bei extremer Hitze zum Problem werden. Denn ab einer bestimmten Außentemperatur kühlt ein Ventilator den Körper nicht mehr, sondern kann ihn sogar zusätzlich belasten.

Die 40-Grad-Regel der WHO

Die WHO formuliert ihre Empfehlung eindeutig: "Verwende Ventilatoren nur bei Temperaturen unter 40 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 40 Grad heizen Ventilatoren den Körper auf."

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Der Grund liegt in der Funktionsweise unseres Körpers. Normalerweise sorgt Schweiß dafür, dass wir uns abkühlen. Verdunstet die Feuchtigkeit auf der Haut, wird dem Körper Wärme entzogen. Ein Ventilator beschleunigt diesen Effekt, indem er die feuchte Luft wegbläst und die Verdunstung fördert.

Warum Ventilatoren bei extremer Hitze kontraproduktiv werden

Liegt die Lufttemperatur deutlich über der Körpertemperatur von rund 37 Grad, verändert sich der Effekt. Statt Wärme abzutransportieren, bläst der Ventilator sehr heiße Luft direkt auf die Haut. Dadurch kann dem Körper sogar zusätzliche Wärme zugeführt werden. Das Risiko einer Überhitzung steigt, besonders bei älteren Menschen, kleinen Kindern oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wann der Ventilator sinnvoll ist

Bei sommerlichen Temperaturen unter 35 Grad bleibt der Ventilator für die meisten Menschen eine gute Möglichkeit, sich abzukühlen. Experten empfehlen allerdings, den Luftstrom nicht dauerhaft direkt auf Kopf oder Nacken zu richten. Angenehmer ist die Schwenkfunktion, bei der die Luft gleichmäßig im Raum verteilt wird. Wer unter Allergien oder Asthma leidet, sollte außerdem darauf achten, dass der Ventilator keinen Staub oder Pollen aufwirbelt.

Zwischen 35 und 40 Grad ist Vorsicht angesagt. Dann lohnt es sich, auf das eigene Körpergefühl zu hören und den Ventilator nicht stundenlang ohne Unterbrechung laufen zu lassen.

Diese Maßnahmen helfen bei extremer Hitze besser

Steigt das Thermometer über 40 Grad, empfiehlt die WHO andere Methoden zur Abkühlung. Besonders effektiv sind lauwarme oder kühle Duschen, feuchte Tücher auf Nacken, Handgelenken oder Unterarmen sowie leichte, luftige Kleidung.

Ebenso wichtig ist regelmäßiges Trinken. Experten raten dazu, bei großer Hitze über den Tag verteilt ausreichend Wasser aufzunehmen. Wer sich im Schatten aufhält, profitiert zusätzlich davon, dass es sich dort oft deutlich kühler anfühlt als in der prallen Sonne.

Erkältung durch Ventilator? Das stimmt wirklich

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Ventilatoren würden Erkältungen verursachen. Tatsächlich entstehen Erkältungen jedoch durch Viren, nicht durch Zugluft. Dennoch kann ein dauerhaft auf Kopf oder Schultern gerichteter Luftstrom unangenehm werden. Muskelverspannungen, trockene Augen oder gereizte Schleimhäute gehören zu den häufigsten Beschwerden. Allergiker können außerdem auf aufgewirbelten Staub oder Pollen reagieren.

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