Trockene Spitzen, Spliss & Co

Deine Haare verraten mehr über dich, als du denkst

Verändert sich dein Haar, kann das ein Hinweis des Körpers sein: Mangelerscheinungen, Stress oder Krankheiten zeigen sich oft zuerst dort.
Heute Life
30.03.2026, 13:51
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Im Durchschnitt hat ein Mensch etwa fünf Millionen Haarfollikel am Körper und das von Geburt an. Zwischen 80.000 und 150.000 davon befinden sich auf der Kopfhaut – je nach Haarfarbe und genetischer Veranlagung variiert auch die Anzahl jener. Sie bestehen zum größten Teil aus Keratin und schützen ihre Träger vor äußeren Einflüssen, wärmen oder kühlen und verraten jede Menge über deine Gesundheit.

Die Haare reagieren als Erstes

"Haare und Kopfhaut sind sehr ehrlich: Glänzendes, kräftiges Haar und eine ruhige Kopfhaut sprechen für ausgewogene Ernährung, ein stabiles Stresslevel und eine intakte Hautbarriere", verrät Trichologe Remo Lageder gegenüber "20 Minuten".

Dieses Prinzip funktioniert auch andersherum: "Wenn Haarstruktur und Kopfhaut plötzlich rebellieren, kann das ein Hinweis darauf sein, dass irgendwo im System etwas aus der Balance geraten ist."

Ein Beispiel dafür seien hormonelle Schwankungen: "Wenn etwa Schilddrüsenhormone oder Sexualhormone aus dem Gleichgewicht geraten, reagieren Haare oft als Erstes – sie werden feiner, fallen schneller aus oder wirken plötzlich stumpf", so er. Laut Lageder muss das nicht immer etwas Dramatisches bedeuten, kann aber ein Hinweis darauf sein, dass der Körper gerade eine innere Umstellung durchmacht.

"Einfluss auf Haut und Haare"

Auch Dermatologin Marianne Meli erläutert, dass Veränderungen im Körper sich oft an den Haaren widerspiegeln: "Sie treten etwa bei vielen Erkrankungen der Haut, des Immunsystems oder des Stoffwechsels auf.

Auch Nährstoffmangel, Infektionen oder bestimmte Medikamente können Einfluss auf Haut und Haare haben." Schaust du zu einer dermatologischen Untersuchung in einer Praxis vorbei, gehört die Beurteilung von Haaren und Kopfhaut deshalb laut ihr immer dazu.

Geruch, Juckreiz & Co

"Wir erkennen oft schon beim ersten Durchkämmen, welche Haarprodukte jemand verwendet", erzählt Schweizer Stylist Simone Rigliaco. "Haare, die regelmäßig mit nicht wasserlöslichen Filmbildnern oder schweren Silikonverbindungen gepflegt werden, wirken wachsartig, trocknen langsamer beim Föhnen und fühlen sich beschwert an", so der Friseur.

Sogar die Kopfhaut reagiere manchmal mit Juckreiz, unangenehmem Geruch oder schnellerem Nachfetten. "Hochwertige, gut formulierte Produkte lassen das Haar lebendiger, griffiger und sauberer wirken, ohne diesen künstlichen Film."

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.03.2026, 13:51
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