Ein glasklarer Bergsee, mächtige Gipfel und eine Landschaft, die aussieht, als wäre sie direkt einer Postkarte entsprungen. Österreich hat viele solcher Traumplätze zu bieten. Doch welcher ist der schönste im ganzen Land? Darüber wurde gestern am Nationalfeiertag wieder abgestimmt – und bei der beliebten ORF-Show "9 Plätze – 9 Schätze" gab es einen strahlenden Sieger. Die begehrte Auszeichnung geht heuer nach Vorarlberg.
Der schönste Ort Österreichs 2026 liegt im Montafon: Das Tilisuna-Gebiet in Tschagguns setzte sich bei der 13. Ausgabe der ORF-Sendung gegen die Konkurrenz aus den anderen acht Bundesländern durch. Auf über 2.000 Metern Seehöhe wartet eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Ein idyllischer Hochgebirgssee, weitläufige Moore und mächtige Gipfel prägen das Naturparadies. Das Gebiet liegt in einer sogenannten Weißzone – einer weitgehend unerschlossenen Landschaft, in der die Natur besonders viel Raum bekommt.
Mittendrin liegt die traditionsreiche Tilisunahütte, eine der ältesten Berghütten im Rätikon. Von hier reicht der Blick über das Lechquellengebirge und die Lechtaler Alpen bis zum Verwall und Rätikon.
Auch bei der Abstimmung hatte Tilisuna früh die Nase vorn: Bereits von der Promi-Jury erhielt Vorarlberg 58 von 72 möglichen Punkten. Anschließend flossen die Stimmen der Zuschauer per Telefon und SMS in das Ergebnis ein.
Über den zweiten Platz durfte sich die Steiermark freuen. Sie war mit der imposanten Riegersburg ins Rennen gegangen, die hoch über der südoststeirischen Hügellandschaft thront. Bronze ging nach Niederösterreich: Die Rax-Seilbahn, die 2026 ihr 100-jähriges Bestehen feiert, schaffte es auf Platz drei. Damit verpasste Niederösterreich die Titelverteidigung: Im Vorjahr hatte die Mariazellerbahn den Sieg geholt.
Für Vorarlberg ist der jüngste Triumph längst kein Einzelfall. Mit Tilisuna holte sich das Bundesland bereits zum fünften Mal den Titel. Zuvor hatten der Formarinsee mit der Roten Wand (2015), der Körbersee (2017), der Lünersee (2019) und der Wiegensee (2021) gewonnen.
Auch die Steiermark kann eine beeindruckende Bilanz vorweisen: Sie gewann bisher dreimal und stand insgesamt achtmal auf dem Stockerl – so oft wie kein anderes Bundesland. Wien und das Burgenland warten dagegen weiterhin auf ihren ersten Sieg.
Die Finalisten waren zuvor aus insgesamt 27 regionalen Kandidaten ausgewählt worden.