Neues Fashion-Label in Wien

Modetraum wird wahr! Diese Brand zieht in die City

Zwischen Luxuslabels und exklusiven Geschäften hängt jetzt auch ihr Name. Mit ihrer 2. Limaa-Boutique zieht Isabelle Heindl ins Wiener Modeviertel.
Artiola  Zhabota
01.10.2026, 10:49
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Mit 21 Jahren den Schlüssel zum ersten eigenen Geschäft in der Hand zu halten, schaffen nicht viele. Für Isabelle Heindl war damit allerdings noch lange nicht Schluss: Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung ihrer ersten Limaa-Boutique in Baden wagt die Jungunternehmerin den nächsten Schritt – und zieht mit ihrer Mode mitten in die Wiener Innenstadt.

In den Tuchlauben 13 hat sie jetzt ihre zweite Boutique eröffnet. Zwischen internationalen Luxuslabels will sie mit italienischer Mode, ausgewählten Einzelstücken und vor allem etwas punkten, das beim schnellen Online-Shopping oft fehlt: persönliche Beratung.

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Traum vom eigenen Geschäft kam früh

Dass Heindl einmal selbst Unternehmerin sein möchte, wusste sie nach eigenen Angaben schon früh. Aufgewachsen in der Unternehmerfamilie hinter der Confiserie Heindl, erlebte sie von klein auf, was es bedeutet, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Ihre eigene Richtung war allerdings eine andere: Mode. "Ich war die Jugendliche, die es kaum erwarten konnte, endlich hohe Schuhe zu tragen, sich zu schminken und mit verschiedenen Looks zu experimentieren", erzählt sie im "Heute"-Interview.

Von Baden nach Wien: Isabelle Heindl eröffnet ihre zweite Boutique und erfüllt sich nun einen Traum.
LIMAA, Yield

Bevor sie schließlich ihre erste Boutique in Baden eröffnete, arbeitete sie zwei Jahre an ihrem Konzept – von Lieferanten über das Geschäftslokal bis zur Einrichtung. Der Name Limaa steht für "Love Isabelle Mode and Accessoires".

Jetzt zieht die Brand in die Wiener Innenstadt

Mit der zweiten Boutique erfüllt sich Heindl nun den nächsten Wunsch: "Die Eröffnung in den Tuchlauben war für mich lange ein großer Traum", sagt sie. Besonders wichtig sei ihr, auch dort selbst für ihre Kundinnen da zu sein. Statt möglichst viel Ware auf die Stangen zu hängen, setzt Limaa auf eine kuratierte Auswahl mit Schwerpunkt auf italienischer Mode. Große Stückzahlen sollen dabei bewusst nicht im Mittelpunkt stehen.

Doch warum überhaupt noch eine Boutique eröffnen, wenn Mode heute innerhalb weniger Sekunden am Smartphone bestellt werden kann?

"Wir plaudern oft stundenlang"

Für Heindl liegt genau darin die Chance des stationären Handels: "Ich glaube, dass es heute wichtiger denn je ist, seinen Kundinnen etwas zu bieten, das sie weder in einem Onlineshop noch bei großen Modeketten bekommen: Persönlichkeit, ehrliche Beratung und das Gefühl, wirklich willkommen zu sein."

Manche Kundinnen kämen zu ihr, weil sie ihren eigenen Stil noch nicht gefunden hätten oder ihre Garderobe verändern möchten. Dann werde gemeinsam probiert und kombiniert – manchmal bis hin zu einem völlig neuen Kleiderschrank: "Wir plaudern oft stundenlang, tauschen uns über Mode aus, sprechen über neue Trends und manchmal auch über ganz alltägliche Dinge", erzählt die Unternehmerin.

Nicht jeder TikTok-Hype kommt auf die Kleiderstange

Dabei könnte der Druck, ständig dem nächsten Trend hinterherzulaufen, kaum größer sein. Was heute auf TikTok zum Must-have erklärt wird, kann morgen bereits wieder verschwunden sein. Heindl will deshalb bewusst auswählen: Zwar beobachte sie Trends genau, doch "nicht jeder Trend" müsse automatisch bei Limaa landen, nur weil er gerade in sozialen Medien gehypt werde.

Ihr Anspruch sei ein Stil, der "elegant, feminin und schick", gleichzeitig aber tragbar und alltagstauglich ist. Erst wenn ein Trend dazu passt, sie selbst überzeugt und auch bei ihren Kundinnen gefragt ist, versucht sie, entsprechende Stücke ins Sortiment zu holen. Denn bei aller Geschwindigkeit der Modewelt möchte Heindl eines nicht: "Am Ende möchte ich keine Boutique führen, die einfach nur Trends kopiert, sondern eine, die ihren eigenen Stil hat."

AZ,01.10.2026, 10:49