Viele Frauen in Österreich starten müde in den Tag: Mehr als jede Zweite wacht morgens nicht erholt auf, jede Dritte schläft an Werktagen höchstens sechs Stunden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Pure Encapsulations: Anlässlich des Tags des Schlafens heute wurden 1.000 Frauen zwischen 18 und 75 Jahren zu ihren Schlafgewohnheiten befragt. Das Ergebnis: Für viele gehören Schlafmangel und fehlende Erholung zum Alltag.
Zwar schlafen 61 Prozent der Befragten an Werktagen sieben bis acht Stunden, doch die Qualität des Schlafes lässt oft zu wünschen übrig. Mehr als die Hälfte der Frauen wacht nachts mindestens zweimal bewusst auf. 42 Prozent brauchen länger als 20 Minuten, um einzuschlafen. Die Folgen sind deutlich spürbar: Viele Frauen fühlen sich tagsüber müde und erschöpft, fast jede Zweite gibt an, dass ihre Leistungsfähigkeit unter Schlafmangel oder Müdigkeit leidet.
Besonders belastet sind Frauen zwischen 30 und 44 Jahren. In dieser Altersgruppe geben 71 Prozent an, morgens nicht erholt aufzuwachen. Fast zwei Drittel beschreiben ihren Schlaf als oberflächlich oder wenig regenerativ. Mehr als die Hälfte hat zudem das Gefühl, dass Beruf, Familie und Alltag zu wenig Raum für ausreichende Erholung lassen.
Mediziner warnen seit Jahren vor den Folgen von dauerhaft schlechtem Schlaf. Zu wenig Erholung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselprobleme und psychische Belastungen erhöhen. Trotzdem fühlen sich viele Betroffene nicht ernst genommen: 47 Prozent der Frauen haben den Eindruck, dass ihre Schlafprobleme im persönlichen Umfeld bagatellisiert werden.
Studien zeigen, dass Frauen häufiger unter Schlafproblemen leiden als Männer. Als Gründe gelten hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus, in Schwangerschaft und Wechseljahren. Hinzu kommen oft Mehrfachbelastungen durch Beruf, Familie und Care-Arbeit.
Auch wenn Stress und Verpflichtungen oft wenig Raum für Erholung lassen, können bereits kleine Veränderungen helfen. Experten empfehlen regelmäßige Schlafenszeiten, auch am Wochenende. Wer möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett geht und aufsteht, unterstützt die natürliche innere Uhr.
Hilfreich ist außerdem, in den letzten ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf Smartphone, Tablet und Laptop zu verzichten. Das blaue Licht der Bildschirme kann das Einschlafen erschweren. Auch Kaffee, Energydrinks oder schwere Mahlzeiten am Abend können die Schlafqualität beeinträchtigen.
Wichtig ist zudem die richtige Schlafumgebung: Ein ruhiges, dunkles und eher kühles Schlafzimmer schafft optimale Voraussetzungen für erholsame Nächte. Wer über Wochen schlecht schläft, häufig aufwacht oder trotz ausreichend Schlaf ständig erschöpft ist, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen.