Weniger Geld von der Regierung

Spar-Budget: Sportvereine müssen Gürtel enger schnallen

Der österreichische Sport muss künftig mit weniger Geld auskommen. Grund: das Doppelbudget der Regierung. Jetzt gibt es Kritik an den Einsparungen.
Heute Politik
11.06.2026, 06:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nicht restlos zufrieden mit dem Sportkapitel im Doppelbudget 2027/2028 ist die Bundes-Sportorganisation Sport Austria. Zwar enthalte es einzelne positive Maßnahmen, dennoch würden dem organisierten Sport künftig aufgrund der fehlenden Inflationsanpassung weniger Mittel zur Verfügung stehen.

Kritik an fehlender Inflationsanpassung der Mittel

"Obwohl die Förderung unserer Sportverbände ab 2027 wieder auf das Niveau von 2024, also auf 120 Millionen Euro, angehoben wird, bedeutet das nach zwei Jahren ohne Indexanpassung real weniger Geld", sagt Sport-Austria-Präsident Hans Niessl.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Weniger Geld für Großevents

Gleichzeitig würden bedauerlicherweise die Mittel für Sportinfrastruktur, Spitzensportentwicklung, Technologieprojekte, Großveranstaltungen und weitere wichtige Maßnahmen von 85 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 78,3 Millionen Euro im Jahr 2027 bis auf 74,2 Millionen Euro im Jahr 2028 reduziert.

Lob für Budgetplus für tägliche Turnstunde

Prinzipiell positiv sieht Niessl, der frühere burgenländische Landeshauptmann, die Aufstockung der Mittel für die Tägliche Bewegungseinheit um fünf Millionen Euro: "Allerdings erfolgt diese Erhöhung zulasten anderer Bereiche des Sportbudgets für den Spitzen- und Breitensport." Daher brauche es für die Tägliche Bewegungseinheit unbedingt neue Finanzierungsquellen außerhalb des Sportbudgets.

58.000 Ehrenamtliche betroffen

"Bitter ist und bleibt, dass dem österreichischen Sport summa summarum künftig weniger Geld zur Verfügung stehen wird", kritisiert Niessl. Dabei habe der Sport nicht zuletzt dank seiner 580.000 Ehrenamtlichen den Hebel, mit relativ wenig Mitteleinsatz eine enorme Wirkung für die gesamte Gesellschaft zu entfalten. "Werden jedoch weniger Mittel zur Verfügung gestellt, kann er diese Hebelwirkung nicht in jenem Ausmaß entfalten, wie das für Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft möglich und notwendig wäre."

Weniger Prävention, Integration und Wertschöpfung

Die daraus folgende Conclusio des Sport-Austria-Präsidenten: "Wer beim Sport spart, spart letztlich auch bei Prävention, Lebensqualität, Integration und wirtschaftlicher Wertschöpfung. Damit verzichtet man auf einen der wirksamsten Hebel, um mit vergleichsweise geringen Investitionen einen hohen gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen."

{title && {title} } pol, {title && {title} } Akt. 11.06.2026, 10:19, 11.06.2026, 06:43
Jetzt E-Paper lesen