Draußen wird es ungemütlich, drinnen soll es kuschelig warm sein. Also drehst du die Heizung auf, machst es dir auf dem Sofa gemütlich und genießt die wohlige Wärme. Wäre da nur nicht die Heizkostenabrechnung, die einem die Gemütlichkeit schnell wieder verderben kann. Doch was, wenn ein unscheinbarer Haushaltshelfer dabei helfen könnte, die Wärme besser im Zimmer zu halten? Ausgerechnet Alufolie soll die Heizkosten senken können.
Ein Heizkörper gibt seine Wärme nicht nur an die Raumluft ab. Ein Teil gelangt als Wärmestrahlung auch an die Wand direkt dahinter. Steht der Heizkörper vor einer schlecht gedämmten Außenwand, kann dadurch zusätzliche Wärme nach draußen verloren gehen. Besonders in älteren Gebäuden oder bei dünnen Heizkörpernischen kann das zum Problem werden.
Hier kommt die Alufolie ins Spiel: Ihre glänzende Oberfläche kann einen Teil der Wärmestrahlung zurück in Richtung Raum reflektieren.
Die Idee dahinter ist einfach: Statt unnötig die Außenwand aufzuheizen, soll mehr Wärme im Zimmer bleiben.
Bevor du jetzt zur Küchenrolle greifst und ein Stück Alufolie hinter den Heizkörper stopfst, lohnt sich ein genauerer Blick. Besser geeignet sind spezielle Heizkörper-Reflexionsfolien aus dem Baumarkt. Sie sind für diesen Zweck gedacht, stabiler und lassen sich leichter anbringen. Miss zunächst die Fläche hinter deinem Heizkörper aus und schneide die Folie entsprechend zu. Anschließend wird sie möglichst flächig und nach Herstellerangaben an der Wand befestigt.
Wichtig: Die Folie darf weder den Heizkörper noch seine Luftöffnungen verdecken. Die warme Luft muss weiterhin ungehindert zirkulieren können.
Wie viel sie bringt, hängt vor allem davon ab, wie gut deine Außenwände gedämmt sind und wie der Heizkörper angebracht ist. Besonders sinnvoll kann eine Reflexionsfolie bei alten, schlecht gedämmten Häusern oder dünnen Heizkörpernischen sein. In modernen, gut isolierten Wohnungen dürfte der zusätzliche Effekt dagegen eher gering ausfallen.
Ein Detail wird bei diesem Spartipp häufig übersehen: Wird die Folie falsch angebracht, kann sie mehr Probleme verursachen, als sie löst. Bleibt zwischen Folie und kalter Außenwand ein Hohlraum, kann feuchte Raumluft eindringen. Kühlt sie dort ab, kann sich Kondenswasser bilden – und damit steigt das Schimmelrisiko.
Deshalb sollte die Folie möglichst flächig anliegen und fachgerecht montiert werden. Bei bereits feuchten Wänden ist besondere Vorsicht geboten.