Wenn es an den Türen klingelt und kleine Hexen, Vampire und Gespenster nach Süßigkeiten verlangen, wird in Wien wieder ordentlich genascht. Doch was landet heuer eigentlich in den Halloween-Sackerln? Verkaufszahlen des Online-Supermarkts Gurkerl zeigen, worauf die Wiener abfahren – und welcher überraschende Halloween-Hit diesmal aus dem Kühlregal kommt.
Rund 20 Millionen Euro wollen die Wiener heuer für Halloween ausgeben – das zeigt eine Umfrage der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Süßigkeiten. Auch bei Gurkerl ist die Vorfreude spürbar: Seit Anfang Oktober landen pro Bestellung zehn Prozent mehr Süßigkeiten und 14 Prozent mehr Halloween-Artikel im Warenkorb als im Vorjahr.
Während 2025 noch Schokokürbisse die Nasch-Hitliste anführten, haben heuer die Schokoschirmchen-Geister von Küfferle die Nase vorn. Dahinter wird es richtig schaurig: Auf Platz zwei und drei folgen Trolli Glotzer und Trolli Dracula. Die sauren Spinnenbeine von Hitschies schaffen es auf Rang fünf.
Der Trend ist eindeutig: Fruchtgummis holen kräftig auf. Pro Bestellung werden davon aktuell 41 Prozent mehr gekauft als im Vorjahr. Schoko-Snacks legen immerhin um 28 Prozent zu. Dass Wien Halloween liebt, zeigte sich schon 2025: In der Gruselwoche enthielt rund jede vierte Gurkerl-Bestellung Süßigkeiten. Insgesamt gingen etwa 10.000 Packungen über die virtuelle Ladentheke.
Die wohl größte Überraschung der diesjährigen Halloween-Saison hat allerdings weder Schokolade noch Fruchtgummi zu bieten. Kürbis-Ravioli von Rana entwickeln sich zum heimlichen Verkaufsschlager. Zwischen 1. und 24. Oktober wurden mehr als 1.000 Packungen bestellt – über siebenmal so viele wie im Vergleichszeitraum 2025.
Auch bei der Dekoration wird aufgerüstet: Besonders gefragt sind Kürbis-Girlanden, kleine Kürbisse zum Bemalen und Spinnennetze samt künstlichen Spinnen.
Während die Süßigkeiten oft schon Tage vorher besorgt werden, darf es beim Kürbis offenbar etwas später sein. Ausgerechnet am Halloween-Tag selbst, dem 31. Oktober, lieferte Gurkerl im Vorjahr die meisten Kürbisse aus: 765 Stück an einem einzigen Tag. In jeder siebten Bestellung steckte einer. Schnitzkürbisse wurden oft ein bis drei Tage vorher gekauft. Am Gruselabend selbst griffen die Wiener eher zum Hokkaido, vermutlich für die Kürbissuppe.