Ein Spritzer Zitrone im Tee, etwas Limette im Mineralwasser oder ein paar Tropfen frischer Saft über dem Salat: Die beiden Zitrusfrüchte bringen selbst in einfache Gerichte ordentlich Geschmack. Doch während die eine leuchtend gelb, die andere kräftig grün ist, stellt sich eine spannende Frage: Welche der beiden ist eigentlich gesünder?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Limette sei einfach eine unreife Zitrone. Doch das stimmt nicht. Beide gehören zwar zur Familie der Zitrusfrüchte, sind aber eigenständige Früchte. Zitronen sind meist größer, länglich und haben eine dickere Schale. Ihr Geschmack ist deutlich sauer. Limetten fallen kleiner und runder aus, schmecken oft noch etwas intensiver und bringen je nach Sorte eine leicht bittere Note mit.
Gesund sind grundsätzlich beide: Sie bestehen größtenteils aus Wasser, enthalten kaum Fett und liefern nur wenige Kalorien. Dazu kommen Vitamin C, etwas Kalium und Ballaststoffe. Beim direkten Vergleich hat allerdings die Zitrone einen kleinen Vorsprung: Sie enthält pro 100 Gramm in der Regel etwas mehr Vitamin C und Kalium als die Limette.
Vitamin C unterstützt unter anderem das Immunsystem und hilft dem Körper, Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln aufzunehmen. Trotzdem ist der Nährstoffunterschied zwischen den beiden Früchten zu gering, um die Zitrone zur eindeutigen Gesundheitssiegerin zu erklären.
Wer beim Kochen oder Backen etwas Zitronen- oder Limettenschale abreibt, sorgt nicht nur für einen herrlich frischen Duft. In der äußeren Schicht stecken auch ätherische Öle und verschiedene Pflanzenstoffe. Die weiße Schicht darunter enthält unter anderem Ballaststoffe, schmeckt aber oft bitter.
Wichtig ist jedoch, nicht jede Schale bedenkenlos zu verwenden. Konventionelle Zitrusfrüchte können mit Pflanzenschutzmitteln oder Mitteln zur Haltbarmachung behandelt sein. Für Kuchen, Desserts oder Dressings deshalb am besten Bio-Früchte beziehungsweise ausdrücklich zum Verzehr geeignete Schalen verwenden und vorher gründlich waschen.
Übrigens: Auch in der Schale steckt Vitamin C. Da wir davon meist nur winzige Mengen verwenden, liefert der Saft im Alltag häufig den größeren Beitrag. Beim Erhitzen kann allerdings ein Teil des hitzeempfindlichen Vitamins verloren gehen.
So erfrischend Zitronen und Limetten auch schmecken: Ihre Säure kann dem Zahnschmelz zusetzen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, zu welcher Frucht du greifst. Entscheidend ist vielmehr, wie oft deine Zähne mit der Säure in Kontakt kommen. Wer den ganzen Tag an Zitronenwasser nippt, belastet sie stärker als jemand, der gelegentlich etwas Zitronensaft über sein Essen gibt.
Ein einfacher Trick: Nach säurehaltigen Getränken den Mund mit Wasser ausspülen und mit dem Zähneputzen ungefähr 30 Minuten warten.
Wer Zitronen oder Limetten rasch verbraucht, kann sie einige Tage bei Raumtemperatur aufbewahren. Für eine längere Lagerung eignet sich das Gemüsefach im Kühlschrank. Angeschnittene Früchte gehören gut abgedeckt in den Kühlschrank. Übrig gebliebenen Saft kannst du außerdem in Eiswürfelformen einfrieren.
Die Zitrone gewinnt den Vitamin-C-Vergleich knapp, einen eindeutigen Gesundheitssieger gibt es aber nicht. Beide Früchte liefern wertvolle Inhaltsstoffe, wenig Kalorien und viel Geschmack.