Wer is(s)t denn so?

Abnehm-Fallen – diese 5 Esstypen machen es dir schwerer

Eigentlich bist du satt – und trotzdem greifst du wieder zu. Forschende haben fünf Essmuster entdeckt, die dabei eine Rolle spielen können.
Heute Life
02.10.2026, 11:46
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Eigentlich bist du längst satt – trotzdem wandert beim Arbeiten noch eine Handvoll Chips in den Mund. Oder du öffnest spätabends den Kühlschrank, obwohl das Abendessen Stunden zurückliegt. Solche Momente kennen viele – und oft merken wir kaum, wann, warum und wie viel wir eigentlich essen.

Diese alltäglichen Muster haben US-Forschende genauer untersucht. Ihr Ansatz: Statt nur darauf zu schauen, was Menschen essen, wollten sie verstehen, in welchen Situationen übermäßiges Essen entsteht. Dabei kristallisierten sich fünf unterschiedliche Verhaltensmuster heraus.

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Forschende beobachteten Essalltag

Für die 2025 im Fachjournal "npj Digital Medicine" veröffentlichte Untersuchung wurden 60 Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas über 14 Tage begleitet. Mithilfe elektronischer Methoden zeichneten die Forschenden detailliert auf, wann und unter welchen Umständen gegessen wurde.

Dabei ging es unter anderem darum, ob die Teilnehmer selbst kochten oder Essen bestellten, allein oder gemeinsam aßen, wie schnell sie aßen und was nebenbei passierte. Aus diesen Daten entwickelte das Team fünf sogenannte "Eating Behavior Phenotypes" – also wiederkehrende Muster des Essverhaltens.

Wichtig: Die kleine Beobachtungsstudie beweist nicht, dass jeder Mensch mit Übergewicht einem dieser Typen entspricht oder dass die beschriebenen Verhaltensweisen zwangsläufig zu Übergewicht führen. Sie soll vielmehr helfen, Situationen zu erkennen, in denen übermäßiges Essen häufiger vorkommen kann.

1
Die Besteller
Kochen? Heute lieber nicht. Dieser Typ greift besonders häufig auf Restaurantessen, Lieferdienste oder Fast Food zurück. Das Essen wird bestellt oder unterwegs mitgenommen und zu Hause gegessen.
2
Die Restaurant-Schwelger
Hier wird Essen zum gesellschaftlichen Ereignis. Vor allem abends und in Gesellschaft wird ausgiebig im Restaurant gegessen. Genuss und soziale Treffen stehen dabei stark miteinander in Verbindung.
3
Die Nachteulen
Wenn andere längst die Küche geschlossen haben, wird bei ihnen noch einmal gekocht. Die Nachteulen verlagern einen Teil ihres Essens in die späten Abend- beziehungsweise Nachtstunden und lassen den Tag gerne mit einer Mahlzeit ausklingen.
4
Die Nebenbei-Snacker
Ein paar Nüsse beim Arbeiten, Chips beim Lesen, ein Keks vor dem Laptop – und plötzlich ist die Packung leer. Dieser Typ isst besonders häufig parallel zu einer anderen Tätigkeit. Das kann dazu führen, dass Essen weniger bewusst wahrgenommen wird.
5
Die Abend-Nascher
Der Tag war anstrengend, die Stimmung ist im Keller – und plötzlich wirkt die Schokolade besonders verlockend. Bei diesem Muster stehen kalorienreiche Snacks am Abend und negative Gefühle eng zusammen. Essen kann dann beispielsweise bei Stress, Einsamkeit oder Angst eine emotionale Funktion übernehmen.

Erkennst du dich wieder?

Spannend an den fünf Mustern ist weniger die Frage, welcher "Typ" du bist. Die Studie macht vielmehr deutlich, dass Essen nicht nur eine Reaktion auf körperlichen Hunger ist. Uhrzeit, Umgebung, Gesellschaft, Gewohnheiten und Gefühle können ebenfalls beeinflussen, wann wir zugreifen.

Wer sich in einem der fünf Muster wiederfindet, muss deshalb weder panisch den Lieferdienst löschen noch Restaurantbesuche streichen. Ein erster Schritt kann viel unspektakulärer sein: einmal bewusst darauf achten, wann du wirklich hungrig bist – und wann eigentlich etwas ganz anderes hinter dem Griff zum Essen steckt.

red,02.10.2026, 11:46
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