Ein Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, ein schneller Einkauf zwischendurch und abends noch etwas online bestellt. Eigentlich waren das doch nur Kleinigkeiten. Trotzdem ist am Monatsende plötzlich viel weniger Geld auf dem Konto als gedacht. Das Problem: Oft sind es nicht die großen Anschaffungen, sondern unsere täglichen Gewohnheiten, die das Börserl belasten. Mit diesen fünf einfachen Tricks kannst du gegensteuern, ohne dir gleich alles verbieten zu müssen.
Hand aufs Herz: Weißt du eigentlich, wie viele Abos du gerade bezahlst? Vom Streamingdienst über die Fitnessstudio-Mitgliedschaft bis zur App, die du längst vergessen hast – kleine Beträge summieren sich schnell. Wirf deshalb regelmäßig einen Blick auf deine Kontoauszüge: Was nutzt du wirklich, was kann weg?
Auch bei Handyverträgen, Versicherungen und Bankgebühren lohnt sich ein Vergleich. Vielleicht bekommst du dieselbe Leistung anderswo günstiger.
In deinem Kleiderschrank hängt eine Jacke, die du nie trägst? In einer Schublade liegt noch ein altes Handy? Was bei dir zu Hause nur Platz wegnimmt, könnte für jemand anderen genau das Richtige sein. Nimm dir ein- bis zweimal im Jahr Zeit zum Aussortieren. Gut erhaltene Kleidung, Möbel oder Elektrogeräte kannst du beispielsweise über willhaben verkaufen. So schaffst du Platz und verdienst nebenbei etwas dazu.
Und bevor du selbst etwas Neues kaufst, lohnt sich ein Blick auf den Gebrauchtmarkt. Dort warten oft echte Schnäppchen.
Du brauchst eigentlich nur Milch und Brot, stehst an der Kassa aber plötzlich mit einem vollen Einkaufswagen? Das passiert schneller, als man denkt. Eine Einkaufsliste hilft dir, den Überblick zu behalten. Plane deine Mahlzeiten möglichst im Voraus und kaufe nur das, was du tatsächlich brauchst.
Vergleiche außerdem die Grundpreise am Regal. Eigenmarken sind häufig günstiger als bekannte Markenprodukte. Auch reduzierte Lebensmittel können sich lohnen – allerdings nur, wenn du sie rechtzeitig verbrauchst.
Ein Coffee-to-go hier, ein Weckerl dort und zwischendurch noch ein Getränk: Gerade unterwegs geben wir oft Geld aus, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Beispiel: Kostet dein Kaffee vier Euro und du kaufst ihn an 20 Arbeitstagen, sind das bereits 80 Euro im Monat – nur für Kaffee. Nimm dir deshalb öfter einen Thermobecher, eine Wasserflasche oder selbst vorbereitete Snacks mit. Du musst nicht auf jeden Genuss verzichten. Schon ein paar selbst gemachte Kaffees pro Woche können dein Börserl entlasten.
Der vielleicht wichtigste Trick kommt zum Schluss: Überlege dir schon am Monatsanfang, wie viel Geld du tatsächlich ausgeben kannst. Ziehe zuerst Miete, Strom und andere Fixkosten von deinem Einkommen ab. Den Rest teilst du auf Lebensmittel, Freizeit, Einkäufe und mögliche Rücklagen auf. Setze dir dabei realistische Grenzen. Wenn du beispielsweise 100 Euro für Restaurantbesuche eingeplant hast, solltest du dieses Budget möglichst einhalten.
Denn wer weiß, wohin sein Geld fließt, kann bewusster entscheiden. Und manchmal reicht genau das schon, damit am Monatsende endlich wieder etwas im Börserl bleibt.