Vorsicht bei Stromfallen

Auf diese 4 Energiespar-Tipps kannst du ehrlich pfeifen

Viele Menschen wollen Energie sparen, fallen dabei aber auf hartnäckige Strom-Mythen herein. Auf welche Spar-Tipps du wirklich verzichten solltest.
02.11.2026, 14:41
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Viele Menschen drehen aktuell jeden Euro zweimal um. Die Stromrechnung steigt, das Heizen wird teurer – und gleichzeitig wächst bei vielen das schlechte Gewissen wegen Klima und Energieverbrauch. Kein Wunder also, dass sich im Internet zahllose Energiespar-Tipps verbreiten. Doch nicht alles, was angeblich Geld spart, bringt tatsächlich etwas. Manche Ratschläge sind sogar kompletter Unsinn – und können am Ende genau das Gegenteil bewirken.

Energieexperte Martin Brandis von der Verbraucherzentrale räumt jetzt mit einigen besonders hartnäckigen Irrtümern auf. Gegenüber "Utopia" erklärt er, welche Spar-Mythen Verbraucher besser vergessen sollten – und worauf es wirklich ankommt.

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1
Heizung ständig laufen lassen
Wer die Heizung durchgehend laufen lässt, soll angeblich weniger Energie verbrauchen, als wenn man sie immer wieder runterdreht. Laut Brandis stimmt das aber ganz und gar nicht: "Durchheizen ist die deutlich verbrauchintensivere Maßnahme", stellt er klar. Viel sinnvoller sei es, die Temperatur gezielt abzusenken. Vor allem gut gedämmte Wohnungen und Häuser verlieren über mehrere Stunden kaum Wärme. Wer also für einige Zeit weg ist, spart tatsächlich Energie, wenn die Heizung heruntergedreht wird. Wichtig sei nur, dass Wohnräume nicht dauerhaft zu stark auskühlen. Als Richtwert gelten rund 16 Grad, um Schimmelbildung zu vermeiden.
2
Licht dauerhaft brennen lassen
Auch dieser Tipp kursiert seit Jahren: Lampen lieber eingeschaltet lassen, weil das häufige An- und Ausschalten mehr Strom verbrauche. Tatsächlich steckt darin nur ein winziger Funken Wahrheit. Bei alten Glühbirnen entsteht beim Einschalten zwar kurzfristig ein höherer Stromverbrauch, allerdings nur für Millisekunden. Im Alltag fällt das praktisch nicht ins Gewicht. Brandis empfiehlt daher ganz klar: Wer einen Raum für mehrere Minuten verlässt, sollte das Licht ausschalten.
3
Waschtrockner sparen meist keine Energie
Diese Kombi-Geräte entpuppen sich häufig als Stromfalle. Viele Waschtrockner verbrauchen mehr Energie und Wasser als getrennte Geräte. Der Grund liegt vor allem in der verbauten Technik: Moderne Einzel-Trockner arbeiten heute oft mit sparsamen Wärmepumpen, Kombi-Geräte hingegen meist nicht.
4
Ein voller Kühlschrank
Auch die Idee vom möglichst vollgeräumten Kühlschrank hält sich hartnäckig. Tatsächlich hat der Inhalt aber nur wenig Einfluss auf den Stromverbrauch. Viel entscheidender sind Alter, Größe und Energieeffizienz des Geräts. Vor allem ältere Kühlschränke können echte Stromfresser sein. Wer langfristig sparen will, sollte daher eher auf moderne Geräte mit guter Energieklasse setzen

Wer langfristig sparen will, sollte daher eher auf moderne Geräte mit guter Energieklasse setzen. Noch besser: elektronische Geräte komplett vom Stromnetz trennen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

red, 02.11.2026, 14:41
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