Spar-Tipps für die Saison

Warum du die Heizung immer auf Stufe 3 stellen solltest

Es muss nicht immer volle Power sein. Warum du mit Stufe 3 oft gemütlicher und vor allem sparsamer durch den Winter kommst.
27.10.2026, 12:34
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Draußen pfeift der kalte Wind, die Finger sind eisig und die Wohnung fühlt sich nach einem langen Tag alles andere als gemütlich an. Also schnell zur Heizung und das Thermostat auf Stufe 5 drehen. Schließlich soll es möglichst rasch warm werden – doch hier liegt ein weit verbreiteter Irrtum, der dich unnötig Geld kosten kann.

Warum Stufe 5 die Wohnung nicht schneller wärmt

Was viele nicht wissen: Das Thermostat funktioniert nicht wie das Gaspedal eines Autos. Wer es voll aufdreht, bringt den Heizkörper deshalb nicht automatisch dazu, schneller zu heizen. Stattdessen legt die Zahl fest, welche Raumtemperatur erreicht werden soll. Solange es deutlich kälter ist als gewünscht, öffnet das Thermostatventil weit. Ob Stufe 3 oder 5 eingestellt ist, macht beim anfänglichen Aufheizen daher meist kaum einen Unterschied.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Haken: Auf Stufe 5 heizt der Raum weiter, bis ungefähr 28 Grad erreicht sind. Und das kann nicht nur unangenehm heiß, sondern auch richtig teuer werden.

Die goldene Mitte spart bares Geld

Für Wohn- und Esszimmer ist Stufe 3 deshalb häufig die beste Wahl. Sie entspricht bei klassischen Heizkörperthermostaten ungefähr 20 Grad – einer Temperatur, bei der sich viele Menschen wohlfühlen, ohne unnötig Energie zu verbrauchen. Schon kleine Veränderungen machen sich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar: Wer die Raumtemperatur um ein Grad senkt, kann beim Heizen grob sechs Prozent Energie sparen.

Allerdings muss nicht jeder Raum gleich warm sein: Im Schlafzimmer reichen vielen Menschen etwa 16 bis 18 Grad, während es im Badezimmer gerne etwas wärmer sein darf.

Das bedeuten die Zahlen am Thermostat

Die Ziffern stehen bei herkömmlichen Thermostatventilen für ungefähre Zieltemperaturen:

  • Schneeflocke: etwa 6 Grad – Frostschutz
  • Stufe 1: etwa 12 Grad
  • Stufe 2: etwa 16 Grad
  • Stufe 3: etwa 20 Grad
  • Stufe 4: etwa 24 Grad
  • Stufe 5: etwa 28 Grad

Zwischen den Zahlen liegen oft weitere Markierungen, mit denen sich die Temperatur feiner einstellen lässt. Die tatsächlichen Werte können je nach Thermostat und Einbausituation etwas abweichen.

Mit diesen Tricks bleibt es gemütlich

Doch nicht nur die richtige Thermostatstufe entscheidet darüber, wie effizient du heizt. Auch ein paar kleine Gewohnheiten können einen großen Unterschied machen.

1
Heizkörper freihalten
Dicke Vorhänge, Möbel oder Verkleidungen können verhindern, dass sich die warme Luft gut im Zimmer verteilt. Deshalb sollte rund um den Heizkörper möglichst viel Platz bleiben.
2
Richtig lüften
Statt Fenster stundenlang gekippt zu lassen, lieber mehrmals täglich kurz und kräftig stoßlüften. Im Winter reichen je nach Wetter oft fünf bis zehn Minuten. Währenddessen das Thermostat herunterdrehen.
3
Auf Gluckern achten
Wird der Heizkörper nicht richtig warm oder macht auffällige Geräusche, könnte Luft im System stecken. Dann kann Entlüften helfen.
4
Türen schließen
Wer das Schlafzimmer kühler hält als das Wohnzimmer, sollte die Türen dazwischen möglichst geschlossen lassen. So bleibt die Wärme dort, wo sie gebraucht wird.

Die wichtigste Regel für kalte Tage lautet also: Nicht möglichst hoch aufdrehen, sondern die passende Temperatur einstellen. Mit Stufe 3 liegst du im Wohnzimmer oft genau richtig – und schonst nebenbei dein Geldbörserl.

red, 27.10.2026, 12:34
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