Bürsten-Schreck

Darum verlierst du gerade jetzt auffällig viele Haare

Du hast das Gefühl, dass deine Mähne von Tag zu Tag dünner wird? Ausgerechnet die aktuelle Jahreszeit könnte eine Rolle spielen.
16.10.2026, 09:55
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Du fährst dir durch die Haare und hältst plötzlich mehr Strähnen in der Hand als sonst. Auch in der Bürste sammeln sich auffällig viele Haare, und nach dem Duschen ist der Abfluss schon wieder verstopft. Da kommt schnell die Sorge auf: Werden meine Haare etwa immer dünner?

Doch bevor du gleich an eine Erkrankung oder das Älterwerden denkst, lohnt sich ein Blick auf den Kalender – ausgerechnet der Herbst könnte hinter dem verstärkten Haarverlust stecken.

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Warum jetzt mehr Haare ausfallen

Unsere Haare wachsen nicht ununterbrochen. Jedes einzelne durchläuft einen natürlichen Zyklus aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase, bevor es schließlich ausfällt und durch ein neues ersetzt wird. Interessant ist dabei, dass dieser Rhythmus offenbar auch von den Jahreszeiten beeinflusst wird. Eine Langzeituntersuchung des Universitätsspitals Zürich mit mehr als 800 Frauen lieferte Hinweise darauf, dass sich die Haarzyklen im Jahresverlauf verändern.

Im Sommer befinden sich demnach mehr Haare in der Wachstumsphase. Einige Monate später kann sich das durch verstärkten Haarverlust bemerkbar machen – häufig im Spätsommer und Herbst.

Warum das so ist, lässt sich bisher nicht abschließend erklären. Eine mögliche Theorie lautet, dass die Haare im Sommer länger erhalten bleiben, um die Kopfhaut vor Sonnenstrahlung zu schützen. Bewiesen ist dieser Zusammenhang allerdings nicht.

Wie viele Haare sind eigentlich normal?

Dass täglich Haare ausfallen, ist zunächst völlig normal. Als grober Richtwert gelten etwa 50 bis 100 Haare pro Tag. Wie viele du tatsächlich bemerkst, hängt unter anderem von deiner Haarlänge und deinen Waschgewohnheiten ab. Im Herbst kann der Verlust vorübergehend zunehmen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass deine Haare dauerhaft dünner werden. Bei saisonalem Haarausfall verteilen sich die ausgefallenen Haare oft über den gesamten Kopf. In vielen Fällen beruhigt sich der Haarzyklus nach einiger Zeit wieder.

Bei diesen Warnzeichen solltest du handeln

Nicht jeder verstärkte Haarverlust lässt sich mit der Jahreszeit erklären. Fallen dir plötzlich kahle Stellen auf, wird dein Scheitel deutlich breiter oder verliert dein Haar über längere Zeit auffällig an Dichte, solltest du die Ursache ärztlich abklären lassen. Auch eine juckende, schmerzende oder entzündete Kopfhaut ist ein Grund, genauer hinzusehen.

Hinter Haarausfall können etwa Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente stecken. Auch nach Infekten oder starken Belastungen kann das Haar zeitversetzt vermehrt ausfallen.

Was deinen Haaren wirklich hilft

Ein Wundermittel gegen den natürlichen Haarzyklus gibt es nicht. Trotzdem kannst du einiges tun, um Haare und Kopfhaut möglichst wenig zu belasten. Verwende milde Pflegeprodukte, entwirre deine Haare vorsichtig und verzichte möglichst auf häufiges Glätten oder sehr heißes Föhnen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß und wichtigen Nährstoffen unterstützt das normale Haarwachstum.

Zu Nahrungsergänzungsmitteln solltest du allerdings nicht vorschnell greifen: Eisen, Zink oder Biotin helfen gegen Haarausfall vor allem dann, wenn tatsächlich ein entsprechender Mangel vorliegt.

Auch ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress können deinem allgemeinen Wohlbefinden guttun.

red, 16.10.2026, 09:55
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