Hüpfen statt Häferl

Kein Kaffee! Darum solltest du täglich 50-mal springen

Der Griff zur Kaffeetasse ist für viele Routine, doch ein einfacher Morgen-"Move" könnte denselben Effekt haben.
Heute Life
04.02.2026, 17:54
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Der Wecker klingelt, der Körper ist noch schwer, und der Griff zur Kaffeetasse folgt beinahe automatisch: Ohne Koffein geht für viele morgens gar nichts. Doch ein TikTok-Trick verspricht eine andere Lösung: 50 Sprünge direkt nach dem Aufstehen. Gerade einmal 30 Sekunden soll das Hüpfen dauern – und angeblich wach, fitter und energiegeladen machen.

30 Sekunden, die den Körper aktivieren

In der Gesundheits-"Bubble" auf Social Media dreht sich aktuell vieles um ein oft unterschätztes System: das Lymphsystem. Es ist ein zentraler Bestandteil unseres Immunsystems und dafür zuständig, Schadstoffe, Zellreste und überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren. Anders als das Herz-Kreislauf-System hat das Lymphsystem jedoch keine eigene Pumpe. Es kommt nur dann in Schwung, wenn wir uns bewegen.

Genau hier setzen die sogenannten "Lymphatic Jumps" an: Durch das rhythmische Abheben und Landen entstehen wechselnde Druckverhältnisse im Körper, die den Lymphfluss anregen. Studien zeigen, dass schon sanftes, wiederholtes Springen, wie etwa auf dem Boden oder einem Minitrampolin, die Lymphzirkulation deutlich steigern kann.

Warum Springen besser wirkt als Stretching

Im Vergleich zu ruhigen Dehnübungen bringt Springen den Körper sofort auf Betriebstemperatur: Die Muskeln arbeiten, das Herz schlägt schneller, der Kreislauf fährt hoch. Gleichzeitig werden Stoffwechselabfälle effizienter abtransportiert. Der große Vorteil: Springen ist niedrigschwellig. Es braucht weder Vorkenntnisse noch spezielle Ausrüstung. Entscheidend ist nicht die Höhe der Sprünge, sondern die gleichmäßige Abfolge aus Abheben und kontrolliertem Landen.

Gut für die Knochen

Ein weiterer Pluspunkt: Springen stärkt die Knochen. Beim Landen wirkt Druck auf das Skelett, wodurch der Knochenstoffwechsel angeregt wird. Studien zeigen, dass solche Reize effektiver für die Knochendichte sind als monotone Bewegungen wie Gehen. Zudem kann regelmäßiges Hüpfen langfristig dazu beitragen, den altersbedingten Abbau der Knochendichte zu verlangsamen und das Risiko für Osteoporose zu senken.

Gerade für Frauen ist dieser Effekt relevant, da der Knochenabbau mit zunehmendem Alter schneller voranschreitet. Zusätzlich werden Sehnen und Bänder gestärkt, was die Gelenkstabilität verbessert. Wichtig ist dabei die richtige Technik: leicht gebeugte Knie, aufrechte Haltung und ein federndes Landen, um die Gelenke zu schonen.

Und selbst wenn man all diese gesundheitlichen Effekte ausblendet, bleibt ein entscheidender Punkt: Springen macht wach. Es bringt Schwung in den Körper, hebt die Stimmung und sorgt dafür, dass man sich sofort aktiver fühlt.

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