FPÖ-Abgeordneter deckt auf

Milliardenförderungen der EU für kuriose Vereine

Die Förderung von NGOs durch die EU ist zum Milliardenbusiness geworden. "Heute" hat sich einige der kuriosesten in Österreich angesehen.
Heute Politik
14.10.2025, 05:15
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17,4 Milliarden Euro: So viel hat die EU in den Jahren 2019 bis 2023 an Förderungen für Nicht-Regierungsorganisationen ausbezahlt. Eine erkleckliche Summe davon floss auch nach Österreich. Eine Auswahl:

Caritas und Co.

Einige der bekanntesten und unumstrittensten Förderempfänger sind etwa die Caritas, der Entwicklungszusammenarbeits-Verein Care Österreich und der WWF. Sie alle erhielten Förderungen in Millionenhöhe aus Brüssel. Auch das IHS erhielt Zuwendungen aus dem europäischen Steuertopf.

Europäisch-zentralasiatische Lesben

Neben diesen Institutionen deutlich skurriler liest sich etwa der "Europäisch-Zentralasiatische Lesbenverband". Die Förderungen flossen trotzdem üppig. Für ein Projekt im Kampf gegen Gewalt gegen LBTIQ-Frauen und nicht binäre Personen gab es beinahe drei Millionen. In zwei weitere ähnliche Projekte flossen weitere je 1,3 Millionen.

Orientierung fürs Gehen

Über gleich fünfzehn verschiedene Projektförderungen durfte sich das "Zentrum für innovative Bildung" freuen. So gab es für das Projekt "Orientwalking – Orientieren Sie Ihr Gehen" 250.000 Euro. Die selbe Summe floss für "Col.DD –Kaltwasserschwimmen zur Prävention von Demenz und Depression".

Ökologische Camps

Eine weitere Viertelmillion gab es für "Sail4Sustainability". Projektinhalt: "Segeln für Nachhaltigkeit lernen". Fast schon mager nehmen sich da die 60.000 Euro aus, die der EU das Projekt "Generations’ Action" wert waren. Das Projekt soll laut Definition alle Menschen jeder Altersgruppen durch ökologische Camp-Aktivitäten und Klimaschutzaktionen zu Sport und körperlicher Aktivität anregen.

Stärke durch Yoga

Einige Projekte ließ sich auch der Verein "Bewegung für Wohlbefinden" fördern. Das kurioseste war wohl "Stärkung von Frauen durch Yoga, Acroyoga und Thai Chi". Dafür gab es immerhin 60.000 Euro.

Kulturmedien

"Eurozine", ein Wiener Kultur-Netzwerk wieder um erhielt eine knappe Million Euro. Thematisch geht es um Migration, Politik und LGBTQIA-Fragen. Der freiheitliche EU-Mandatar Roman Haider dagegen sieht im Netzwerk einen "moralisch überhöhenden Denkerverein, der horrende Summen kassiert".

Multikulti

Etwas rätselhaft gestalten sich die Vorgänge um den Innsbrucker Verein "Multikulturell". Er wurde 1993 gegründet. 2020 wurde ein Insolvenzverfahren wegen mutmaßlichem Fördermittelmissbrauch eröffnet. Informationen zum aktuellen Vorstand sind nicht auffindbar. Fakt ist jedenfalls: Auch für ihn flossen Hunderttausende Euro. Die Fördersummen reichten dabei von 899.924.000 Euro bis zu 23 (sic!) Euro.

Unabhängige Prüfung

Haider sitzt im Kontrollausschuss des EU-Parlaments. Er sieht es als seine Aufgabe, Licht in die dunklen Ecken der EU-Förderpolitik zu bringen. Im Gespräch mit "Heute" fordert er eine vollständige Offenlegung aller Verträge, eine zentrale NGO-Registrierung und eine unabhängige Prüfung sämtlicher Zahlungen.fordert die Offenlegung aller Verträge, eine zentrale NGO-Registrierung und eine unabhängige Prüfung aller Zahlungen.

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