Longevity-Workouts

Radfahren, Tennis, Schwimmen: Was hält uns länger fit?

Länger leben, länger fit bleiben und dabei auch noch Spaß haben? Eine Langzeitstudie zeigt, welches Training besonders vielversprechend ist.
19.10.2026, 11:50
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Ein teures Nahrungsergänzungsmittel am Morgen, eine ausgeklügelte Wellness-Routine am Abend und dazwischen möglichst viele Anti-Aging-Tricks: Wer heute lange jung bleiben will, bekommt im Internet unzählige Ratschläge. Dabei könnte eines der wirksamsten Rezepte für ein gesundes Älterwerden viel einfacher sein. Und vor allem günstiger.

Denn während die Longevity-Welt über Biohacking und Wundermittel diskutiert, zeigt die Forschung: Regelmäßige Bewegung kann einen wichtigen Beitrag zu einem langen, gesunden Leben leisten. Vier Sportarten fallen dabei besonders auf.

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1. Schwimmen

Ein paar Bahnen ziehen, den Kopf freibekommen und gleichzeitig etwas für den Körper tun: Schwimmen ist ein echter Allrounder. Der Auftrieb des Wassers entlastet Knie und Hüften, während der Wasserwiderstand die Muskeln fordert. Gleichzeitig wird das Herz-Kreislauf-System trainiert. Das macht Schwimmen auch für Menschen interessant, die ihre Gelenke nicht stark belasten möchten.

Eine dänische Langzeitstudie mit 8.577 Teilnehmern fand bei regelmäßig Schwimmenden eine statistisch um 3,4 Jahre höhere Lebenserwartung als bei körperlich Inaktiven.

2. Tennis

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Match auf dem Tennisplatz so spannend für die Langlebigkeit sein könnte? In derselben Studie lag Tennis mit einem Unterschied von 9,7 Jahren gegenüber der inaktiven Vergleichsgruppe an der Spitze.

Beim Tennis trainierst du Ausdauer, Koordination und Reaktionsfähigkeit. Dazu kommt ein möglicher Bonus: Du spielst mit anderen Menschen. Soziale Kontakte könnten ebenfalls eine Rolle für die Gesundheit spielen. Allerdings gilt: Die 9,7 Jahre sind ein statistischer Zusammenhang und kein Versprechen, dass Tennis dein Leben tatsächlich um fast ein Jahrzehnt verlängert.

3. Badminton

Badminton sieht manchmal nach gemütlichem Freizeitspaß aus. Doch wer schon einmal einem Federball quer über das Feld hinterhergejagt ist, weiß, wie schweißtreibend das werden kann. Schnelle Richtungswechsel, kurze Sprints und präzise Schläge fordern den ganzen Körper. In der dänischen Untersuchung war Badminton mit einer um 6,2 Jahre höheren Lebenserwartung gegenüber der inaktiven Gruppe verbunden.

Eine weitere große Untersuchung mit mehr als 80.000 Erwachsenen zeigte zudem, dass Menschen, die Rückschlagsportarten betrieben, ein geringeres Sterberisiko aufwiesen.

4. Radfahren

Du musst nicht gleich für ein Radrennen trainieren. Schon der Weg zur Arbeit, eine gemütliche Ausfahrt am Wochenende oder eine Runde durch den Park bringen Bewegung in deinen Alltag. Radfahren stärkt die Ausdauer und fordert die Beinmuskulatur, ohne die Gelenke bei jedem Schritt mit dem Körpergewicht zu belasten.

Die dänische Studie fand bei Radfahrenden eine statistisch um 3,7 Jahre höhere Lebenserwartung. Eine britische Untersuchung stellte ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Radfahren und einem geringeren allgemeinen Sterberisiko fest.

So beeindruckend die Zahlen klingen: Keine dieser Sportarten ist eine Garantie für ein längeres Leben. Die Studien können nicht ausschließen, dass auch Ernährung, Lebensstil oder andere Faktoren die Ergebnisse beeinflussen. Entscheidend ist deshalb weniger, ob du zum Tennisschläger, Fahrrad oder Badeanzug greifst. Wichtig ist, dass du eine Bewegung findest, die dir Spaß macht und bei der du langfristig bleibst.

red, Akt. 19.10.2026, 11:54, 19.10.2026, 11:50