Serum, Toner, Peeling, Tagescreme, Nachtcreme – und am besten für jedes kleine Hautproblem noch ein eigenes Wundermittel: Wer sich durch die Beauty-Regale kämpft, verliert zwischen all den Tiegeln und Versprechen schnell den Überblick. Doch braucht schöne Haut wirklich so viel Pflege? Eine neue Wiener Naturkosmetikmarke setzt lieber auf drei Produkte.
Hinter "Your Skin Loves Me" steckt Sonja Panagiotides. Ihre Liebe zur natürlichen Hautpflege begann allerdings nicht in einem modernen Beauty-Labor, sondern schon als kleines Mädchen in der Apotheke ihrer Eltern: Zwischen Heilkräutern, ätherischen Ölen und Pflanzenextrakten half sie beim Abfüllen von Tees und Anrühren von Salben. Besonders das selbst gemachte Rosenwasser ihres Vaters blieb ihr in Erinnerung.
Auch ihre griechischen Wurzeln spielten eine große Rolle. Ihre Großmutter schwor bei ihrer täglichen Schönheitspflege auf schlichtes Olivenöl. Die duftenden Kräuter und die üppige Pflanzenwelt der griechischen Region Pelion taten ihr Übriges. Aus diesen Kindheitserinnerungen und mehr als 26 Jahren Erfahrung in der medizinischen Kosmetik entstand schließlich der Wunsch, eine eigene Hautpflegemarke zu entwickeln.
Mit "Your Skin Loves Me" verfolgt Panagiotides eine einfache Idee: Statt immer mehr Produkte übereinanderzuschichten, soll man lieber herausfinden, was die eigene Haut tatsächlich braucht. "Die Natur war schon immer mein größter Lehrmeister, von der Apotheke meiner Eltern bis zu den Kräutern am Pelion", erzählt die Gründerin. Ihre Antwort auf überladene Beauty-Routinen sei deshalb Minimalismus.
Die in Österreich hergestellte Pflegelinie umfasst gerade einmal drei Produkte. Sie sind laut Unternehmen vegan, dermatologisch getestet und NATRUE-zertifiziert.
Was sich im Sommer leicht und angenehm anfühlt, kann im Winter plötzlich nicht mehr ausreichen. Auch Stress, Schlafmangel und hormonelle Veränderungen können das Hautbild beeinflussen. Gerade das Thema Hormongesundheit liegt Panagiotides am Herzen. Dabei geht es ihr nicht darum, mit Cremes den Hormonhaushalt zu verändern, sondern die damit verbundenen Veränderungen der Haut besser zu verstehen.
Ihr Ansatz: aufmerksam beobachten, bewusst pflegen und sich nicht von jedem neuen Beauty-Trend verrückt machen lassen.
Auch mit dem Gedanken, dass Haut ab einem bestimmten Alter unbedingt "repariert" werden müsse, möchte die Gründerin aufräumen. Für sie geht es nicht darum, jede Falte verschwinden zu lassen oder einem vermeintlich perfekten Hautbild hinterherzujagen. Vielmehr soll Hautpflege ein unkompliziertes Ritual sein, bei dem das eigene Wohlbefinden im Vordergrund steht.