"Heute sind wir hier, um ..."

Brisante Begegnung: Babler und Zeiler bei Filmpremiere

Mitten im SPÖ-Machtkampf begegneten sich Andreas Babler und Gerhard Zeiler bei der Premiere des neuen Sicheritz-Films "Bruno – der junge Kreisky".
Newsdesk Heute
29.09.2026, 20:09
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Ausgerechnet ein Film über Bruno Kreisky brachte die beiden Männer zusammen, die derzeit im Mittelpunkt der Debatte um die SPÖ-Spitze stehen. Parteichef Andreas Babler und Gerhard Zeiler waren am Dienstagabend bei der Premiere von "Bruno – der junge Kreisky" im Wiener Gartenbaukino zu Gast.

Die Premiere des Films von Regisseur Harald Sicheritz lockte zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft an. Babler erschien gemeinsam mit Finanzminister Markus Marterbauer. Auch Zeiler nahm an der Veranstaltung teil – und hatte den Film laut "Krone" finanziell unterstützt.

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Handshake zwischen Andreas Babler und Gerhard Zeiler
Andreas Tischler / Vienna Press

Trotz der angespannten Lage in der Partei gab sich Zeiler vor dem Zusammentreffen demonstrativ gelassen. Das Treffen mit Babler werde "wunderbar", erklärte er. Gleichzeitig stellte er klar: "Heute sind wir hier, um den Film anzuschauen."

Länderchefs sollen schnell zusammenkommen

Während Babler und Zeiler gemeinsam im Kino waren, laufen hinter den Kulissen die Gespräche über die Zukunft der SPÖ weiter.

Kärntens SPÖ-Chef Daniel Fellner will die Landesparteivorsitzenden noch im Oktober zu einem Arbeitstreffen zusammenbringen. Damit könnte die parteiinterne Debatte noch vor der nächsten regulären Sitzung des Bundesparteivorstands am 6. November gebündelt werden.

Nach den bisher bekannten Positionen gibt es dafür Unterstützung aus mehreren Bundesländern. Wien, die Steiermark, Kärnten, Salzburg, Niederösterreich und Vorarlberg stehen einem solchen Treffen grundsätzlich positiv gegenüber.

Zurückhaltender ist die Lage in anderen Landesorganisationen. Oberösterreichs SPÖ-Chef Martin Winkler warnt vor einer Entscheidung über die Parteiführung unter Zeitdruck. Tirols Vorsitzender Philip Wohlgemuth verlangt vor allem rasche Klarheit darüber, wie es in der Bundespartei weitergehen soll.

"Es ist Feuer am Dach"

Deutlich äußerte sich der frühere SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch. Er sagte: "Es ist Feuer am Dach." Deutsch plädiert für einen geordneten Umgang mit der Situation und warnte davor, dass ein länger dauernder innerparteilicher Konflikt der SPÖ schaden könnte.

In der zentralen Frage, ob sich die Landesparteien künftig hinter Babler oder Zeiler stellen, halten sich die führenden Funktionäre bislang jedoch weitgehend zurück.

Damit bleibt die Machtfrage vorerst offen – auch wenn Babler und Zeiler am Dienstagabend zumindest für einige Stunden denselben Kinosaal teilten.

red,Akt. 29.09.2026, 20:29, 29.09.2026, 20:09