Gegen graue Tage

Dieser kleine Glücks-Trick vertreibt den Herbst-Blues

Grau, kalt und ungemütlich? Der Herbst schlägt aufs Gemüt. Doch kleine Lichtblicke können viel verändern.
12.10.2026, 21:58
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Der Wecker klingelt, draußen ist es noch finster. Regentropfen ziehen ihre Spuren über die Fensterscheibe, während du dich am liebsten noch einmal unter der warmen Decke verkriechen würdest. Gestern war gefühlt noch Sommer, heute braucht es plötzlich wieder Jacke, Schal und eine ordentliche Portion Überwindung, um das Haus zu verlassen. Der Herbst kann ganz schön aufs Gemüt schlagen.

Doch zwischen grauen Wolken, nassen Gehsteigen und immer kürzeren Tagen verstecken sich kleine Lichtblicke, die wir im Alltag viel zu oft übersehen. Und genau diese unscheinbaren Augenblicke haben einen Namen: Glimmer. Wer lernt, sie zu erkennen, kann selbst einem tristen Herbsttag etwas Schönes abgewinnen.

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Was ist eigentlich ein Glimmer?

Ein Glimmer ist kein riesiger Glücksmoment. Es geht vielmehr um diese kleinen Augenblicke, in denen sich etwas einfach gut, ruhig oder sicher anfühlt: Wenn die Sonne durchs Fenster scheint, der erste Schluck Tee, der Duft von selbstgekochtem Essen. Die US-Therapeutin Deb Dana hat den Begriff geprägt. Sie beschreibt damit kleine Momente, die ein Gefühl von Freude, Sicherheit oder Verbundenheit auslösen können.

Der Herbst steckt voller Glücksmomente

Das Schöne daran: Du musst nicht lange nach ihnen suchen. Gerade der Herbst liefert jede Menge Gelegenheiten, die kleinen Freuden des Alltags wiederzuentdecken. Vielleicht ist es das Rascheln bunter Blätter unter deinen Schuhen. Der würzige Duft nach einem Regenschauer. Oder dieses herrliche Gefühl, nach einem Spaziergang mit kalten Händen nach Hause zu kommen und sich in eine kuschelige Decke einzuwickeln.

Manchmal begegnet dir ein Glimmer aber auch ganz unerwartet zwischen zwei Terminen. Wenn dich eine Kollegin zum Lachen bringt, dir jemand ein ehrliches Kompliment macht oder plötzlich eine liebe Nachricht auf deinem Handy aufleuchtet. Es sind Augenblicke, die nichts kosten und dennoch unglaublich wertvoll sein können.

Du musst nicht jeden Herbsttag lieben

Die Psychologin und Trainerin Nanni Glück beschäftigt sich unter anderem mit Positiver Psychologie und Achtsamkeit. Gegenüber "Focus" erklärt sie, dass diese kleinen Wohlfühlmomente längst Teil unseres Alltags sind. Entscheidend sei, sie bewusst wahrzunehmen und die eigenen Sinne dafür zu öffnen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du dich über jeden Regentag freuen oder den Sommer möglichst schnell vergessen musst. Im Gegenteil: Auch Wehmut hat ihre Berechtigung. Schließlich verabschieden wir uns mit den warmen Tagen oft von einem Lebensgefühl, das wir besonders lieben.

Glimmer sollen schlechte Gefühle deshalb nicht einfach wegzaubern: Vielmehr geht es darum, neben der Melancholie auch Platz für die schönen Seiten der neuen Jahreszeit zu schaffen. Beides darf gleichzeitig da sein.

Mit diesem einfachen Trick entdeckst du deine Glimmer

Wer im Alltag ständig von einem Termin zum nächsten hetzt, übersieht solche Augenblicke leicht. Dabei lässt sich die Aufmerksamkeit dafür ganz bewusst schärfen. Versuche, dir jeden Abend eine einfache Frage zu stellen: Was hat sich heute richtig gut angefühlt? Vielleicht war es ein nettes Gespräch, der Duft deines Lieblingsessens oder eine Viertelstunde Ruhe auf dem Sofa.

Schreib dir diese Momente am besten auf. So kannst du nach und nach lernen, auch die kleinen Dinge stärker wahrzunehmen, statt dein Glück immer nur in den großen Ereignissen zu suchen.

red, 12.10.2026, 21:58
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