Stöcke statt Stimmungstief

Herbstblues? Diese Sportart macht dich wieder munterer

Wenn die Tage grauer werden, sinkt oft auch die Laune. Eine oft belächelte Sportart könnte gegen die miese Laune helfen.
30.10.2026, 12:29
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Der Wecker klingelt, draußen ist es noch finster und spätestens am Nachmittag verabschiedet sich die Sonne schon wieder. Kein Wunder, dass im Herbst bei vielen die Energie nachlässt. Statt Bewegung locken Sofa, Tee und die nächste Serienfolge. Dabei könnte genau jetzt ein kleiner Ausflug an die frische Luft guttun – und dafür musst du weder laufen noch im Fitnessstudio schwitzen.

Diese Sportart wird völlig unterschätzt

Die Rede ist von Nordic Walking. Ja, genau: das flotte Gehen mit zwei Stöcken, das gerne einmal als Pensionistensport belächelt wird. Doch hinter den unscheinbaren Bewegungen steckt mehr, als man vermuten würde. Beim Walken kommen nicht nur die Beine, sondern durch den gezielten Stockeinsatz auch Arme, Schultern und Rumpf in Schwung. Das Herz-Kreislauf-System wird aktiviert, ohne dass du dich dabei völlig verausgaben musst. Und das Beste: Auch die Psyche könnte davon profitieren.

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Studie zeigt überraschende Wirkung

Wie hilfreich Nordic Walking sein kann, untersuchte ein französisches Forschungsteam an 64 Erwachsenen mit mittelschweren bis schweren depressiven Symptomen. Ein Teil der Teilnehmer absolvierte zehn Wochen lang zweimal wöchentlich ein angeleitetes, einstündiges Nordic-Walking-Training. Die andere Gruppe nahm an keinem entsprechenden Bewegungsprogramm teil.

Das bemerkenswerte Ergebnis: Bereits nach fünf Wochen zeigten sich in der Walking-Gruppe deutliche Verbesserungen der depressiven Beschwerden. In der Kontrollgruppe fielen die Veränderungen wesentlich geringer aus.

Die Untersuchung liefert damit vielversprechende Hinweise auf die Wirkung der Sportart. Allerdings ist sie mit 64 Teilnehmern relativ klein. Und wichtig: Nordic Walking kann eine Behandlung bei Depressionen unterstützen, ersetzt aber keine professionelle Hilfe.

Warum die Stöcke auch dem Kopf guttun

In der dunklen Jahreszeit fehlt uns häufig Tageslicht: Wer draußen walkt, verbindet Bewegung mit frischer Luft und natürlichem Licht – beides kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Dazu kommt der gleichmäßige Rhythmus: Schritt für Schritt bewegen sich Arme und Beine, während der Kopf eine Pause vom Alltag bekommt. Viele empfinden das als entspannend, besonders wenn sie sonst ständig grübeln.

Ein weiterer Vorteil: Nordic Walking ist vergleichsweise gelenkschonend, lässt sich dem eigenen Tempo anpassen und eignet sich auch für Menschen, die länger keinen Sport gemacht haben.

So kommst du jetzt in Schwung:

  • Sicher auftreten: Nasses Laub kann gefährlich rutschig werden. Schuhe mit griffigem Profil geben dir auf herbstlichen Wegen besseren Halt.
  • Clever anziehen: Mit mehreren atmungsaktiven Kleidungsschichten bist du für kühle Temperaturen gerüstet und kannst bei Bedarf etwas ausziehen.
  • Gemeinsam losziehen: Mit einer Freundin, dem Partner oder einer Walking-Gruppe fällt es oft leichter, regelmäßig dranzubleiben. Und ein nettes Gespräch tut der Stimmung gleich doppelt gut.

Du musst also weder Rekorde brechen noch kilometerweit marschieren. Schon ein gemütlicher Einstieg kann helfen, wieder mehr Bewegung in deinen Alltag zu bringen.

red, 30.10.2026, 12:29
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