Ansage aus dem Schweizerhaus

"Kommt nicht in Frage" – klare Worte zum Kinderverbot

Kinder raus aus Restaurants? Der Schweizerhaus-Chef hat dazu eine klare Meinung. Gegenüber "Heute" spricht er Klartext.
17.10.2026, 08:34
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Kinderlärm beim Essen, genervte Gäste und die Frage, ob Restaurants künftig nur noch Erwachsene willkommen heißen sollen: Die Debatte um kinderfreie Lokale sorgt für Gesprächsstoff. Im Schweizerhaus hat Geschäftsführer Karl Kolarik dazu eine klare Meinung, wie er gegenüber "Heute" verrät.

"Alle Kinder sind herzlich willkommen"

Für den Schweizerhaus-Chef Karl Kolarik steht fest: Kinder gehören zum Lokal genauso dazu wie die berühmte Grillstelze: "Als Gastgarten der Wiener sind wir stolz auf unseren bunten Gästemix. Alle Kinder sind selbstverständlich herzlich willkommen bei uns", erklärt er im Gespräch mit "Heute".

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Damit sich auch die jüngsten Besucher wohlfühlen, gibt es einen eigenen Spielplatz. Dort können sie sich austoben, während die Eltern entspannt am Tisch sitzen. Für Kolarik ist das längst Teil der Tradition: Viele Stammgäste würden sich noch daran erinnern, bereits als kleine Kinder im Schweizerhaus gewesen zu sein.

Kinderlärm? "Gehört doch dazu"

Doch wie sieht es aus, wenn es einmal etwas turbulenter wird? Schließlich können Kinder laut sein, herumrennen oder auch einmal quengeln. Dass dadurch ernsthafte Konflikte entstehen, erlebt Kolarik nach eigenen Angaben kaum: "Tatsächlich kann ich mich an keine derartige Situation erinnern", sagt er.

Für ihn ist eine gewisse Lautstärke ohnehin kein Grund zur Aufregung: "Eine gewisse Lebendigkeit bei Kindern gehört doch dazu, gerade im Prater." Der Geschäftsführer spricht dabei auch aus eigener Erfahrung. Als Vater von zwei kleinen Kindern weiß er, dass ein Restaurantbesuch für Eltern manchmal alles andere als erholsam sein kann. "In diesen Situationen habe ich mir selber mehr Verständnis von anderen Gästen gewünscht", erzählt Kolarik offen.

Beschwerden? Laut Chef eine Seltenheit

Und was ist mit Gästen, die beim Essen lieber ihre Ruhe haben möchten? Dass sich jemand schon einmal über das Verhalten eines Kindes beschwert hat, will Kolarik nicht ausschließen. Solche Situationen seien allerdings äußerst selten. Seine Haltung dazu ist eindeutig: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und dürfen auch ruhig Kinder sein."

Offenbar teilen viele Besucher diese Einstellung. Zumindest nimmt er in seinem Gastgarten kaum Konflikte zwischen Familien und anderen Gästen wahr.

"Adults-only"? Für das Schweizerhaus undenkbar

Während manche Gastronomiebetriebe bewusst auf ein erwachsenes Publikum setzen, zieht das Schweizerhaus eine klare Grenze – allerdings nicht bei den Kindern, sondern bei einem möglichen Kinderverbot: "Adults-only ist für uns kein Thema. Kinder sind die Gäste von morgen und sollen sich natürlich auch bei uns wohlfühlen", betont Kolarik. Ganz grundsätzlich verurteilen möchte er kinderfreie Konzepte aber nicht. Er könne nachvollziehen, dass Gäste in einem ruhigen Fine-Dining-Restaurant andere Erwartungen hätten als in einem lebhaften Gastgarten.

Und wie wäre es mit einem Kompromiss? Etwa bestimmten Uhrzeiten, zu denen nur Erwachsene willkommen sind, oder einem eigenen kinderfreien Bereich? Auch darauf hat der Schweizerhaus-Chef eine kurze, deutliche Antwort: "Nein, das kommt für uns nicht in Frage."

Für Kolarik bleibt das Schweizerhaus damit ein Ort für alle Generationen. Ob Großeltern, Eltern oder Kinder – im Wiener Prater soll weiterhin jeder seinen Platz am Tisch finden.

red, 17.10.2026, 08:34