Seit 2012 zählt der CX-5 zu den wichtigsten Modellen der Marke. Optisch setzt Mazda weiterhin auf die bekannte Kodo-Designsprache, die nun noch dynamischer und geschärfter wirkt. Im Vergleich zu den größeren CX-60 und CX-80 bleibt der CX-5 kompakter – auch wenn er im Vergleich zu seinem Vorgänger um rund 12 Zentimeter in der Länge gewachsen ist.
Mazda-Fans der ersten Stunde müssen jetzt ganz stark sein: Im Innenraum wurde nämlich ordentlich aufgeräumt – serienmäßig gibt es ein 10,25-Zoll-Digitalcockpit, dazu kommen – je nach Ausstattung – Touchscreens von 12,9 zu 15,6 Zoll. Die Klimabedieneinheit ist jetzt in den Bildschirm gewandert. Echte Tasten wurden auf das mindeste reduziert. Glücklicherweise kann man die verpflichtende Tempo-Warnung jedoch nach wie vor über eine Taste ausschalten.
Im neuen CX-5 feiert die Integration von Google Built-in ihre Premiere – damit sind Apps, Navigation und Dienste direkt im Fahrzeug verfügbar. Mit einem Update soll dann auch die KI von Gemini ihren Einzug in den Mazda finden.
Insassen hingegen dürfen sich über mehr Platz freuen. Auch der Kofferraum ist um 61 Liter auf 583 Liter gewachsen. Bei umgeklappten Rücksitzen werden es 2.019 Liter. Wer den CX-5 als Anhängerzugfahrzeug nutzen möchte, kann bis zu 2 Tonnen ziehen. Der größere Bruder CX-60 schafft 2,5 Tonnen.
Beim Antrieb geht Mazda konsequent seinen eigenen Weg und setzt weiterhin auf Hubraum. Der neue CX-5 wird (vorerst) ausschließlich ein 2,5-Liter-Benziner mit 141 PS und eine 6-Gang-Automatik angeboten. Um den vergleichsweise großen Motor aus dem Drehzahlkeller zu schubsen, gibt es ein Mildhybrid-System, das bis zu 48 Nm leistet. Elektrisch kann man damit jedoch nicht fahren. Es dient lediglich der Effizienzsteigerung des Verbrenners.
Damit sprintet der SUV in 10,5 Sekunden auf Tempo 100. Optional gibt es weiterhin Allradantrieb, was in dieser Klasse längst nicht mehr selbstverständlich ist. Dieser kostet Pauschal 2.000 Euro Aufpreis. Als Allrad dauert der Standardsprint 10,9 Sekunden. Top-Speed: 185 km/h.
Mazda verspricht einen Verbrauch (laut WLTP) von 7,4 Litern auf 100 Kilometer. Auf der "Heute"-Testrunde waren es echte 7 Liter. Über die gesamte Testdauer von knapp 1.000 Kilometern waren es 8,3 Liter.
Mazda hat es wieder einmal geschafft, ein SUV auf die Straße zu bringen, dass sich überraschend direkt durch die Kurven zirkeln lässt. Sowohl die Lenkung, als auch das Fahrwerk vermitteln bei höherem Tempo sehr schnell viel Vertrauen an den Fahrer. Kurze Stöße auf schlechten Fahrbahnen gibt der Mazda im Gegenzug aber auch an seine Insassen weiter. Es ist eben ein Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit.
Im Innenraum ist im Vergleich zum Vorgänger etwas Charme verloren gegangen. Ein großer Bildschirm, weniger Tasten, der Wegfall des genialen Dreh-Drück-Reglers und etwas mehr Kunststoff wirken im Detail etwas liebloser, als man das von Mazda gewohnt war.
Lob gibt es jedoch für den konsequenten Weg des "Rightsizings": 2,5 Liter Hubraum sind heutzutage eine echte Rarität. Mit 141 PS ist man mit dem CX-5 zwar ausreichend motorisiert – Fans der Längsbeschleunigung werden hier aber nicht auf ihre Kosten kommen. Mit dem "Basis-Motor" ist der CX-5 eher ein Cruiser, als ein Dampfhammer. Für ambitionierte Fahrer sollte Mazda also bald einen stärkeren Antriebsstrang nachlegen.
Der neue CX-5 ist ab sofort bestellbar, die Preise starten bei fairen 36.380 Euro. Mit Vollausstattung und Allrad kratzt man an der 50.000 Euro Schallmauer. Damit bleibt sich der Japaner in seinen Grundzügen treu: Er ist größer geworden als sein Vorgänger, bietet mehr Platz und kann daher als praktisches Familienauto tapfer seine Dienste leisten. Obendrauf gibt es 6 Jahre oder 160.000 Kilometer Werksgarantie. Der Cx-5 hat also wieder einmal alle nötigen Zutaten für einen Bestseller.