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Jaecoo 7 sorgt für heftige Überraschung beim Verbrauch

Der Jaecoo 7 verspricht Luxus zum Kleinwagenpreis. "Heute" hat das vielversprechende Mittelklasse-SUV jetzt ausgiebig getestet.
Maxim Zdziarski
28.06.2026, 09:45
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Eine neue Automarke aus China will jetzt den österreichischen SUV-Markt aufmischen: Der Jaecoo 7 tritt gegen Bestseller wie VW Tiguan, Nissan Qashqai oder Renault Austral an – und das mit viel Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld. "Heute" konnte den neuen Plug-in-Hybrid bereits testen.

Viel SUV fürs Geld

Schon der Preis sorgt für Aufsehen:  In der Premium-Version kostet der Jaecoo 7 ab 39.490 Euro – voll ausgestattet. Bedeutet in dem Fall wirklich voll: Kunstledesitze mit Heiz- und Kühl-Funktion, rundum Kameras, ein großes Panorama-Glasdach, Sony-Soundanlage, LED-Scheinwerfer (leider ohne Matrix-Funktion) sowie umfangreiche Sicherheitssysteme.

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Innenraum überrascht positiv

Optisch setzt das chinesische SUV auf ein robustes, kantiges Design. Auf Bildern wirkt der Jaecoo aber größer, in der Realität bewegt er sich aber klar in der Mittelklasse.

Innen erwartet Fahrer und Passagiere ein modernes Cockpit mit großem vertikalem Touchscreen und digitalem Fahrerdisplay. Besonders positiv fällt die Verarbeitung auf: Weiche Ledersitze, hochwertige Materialien und viele unterschäumte Oberflächen sorgen für einen deutlich edleren Eindruck, als man in dieser Preisklasse erwarten würde.

347 PS? Niemals...

Unter der Haube arbeitet ein Plug-in-Hybrid mit insgesamt 347 PS Systemleistung – hieß es zumindest in der Pressemappe. Ein 1,5-Liter-Benziner mit 143 PS wird dabei von einem 204-PS-Elektromotor unterstützt.

Auf dem Papier klingt das nach Sportwagen-Niveau, in der Praxis bleibt der große Punch aber aus. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 8,5 Sekunden – ordentlich für ein Familien-SUV, aber nicht spektakulär.

Fahrwerk mit Schwächen

Die größte Schwäche des Chinesen ist das Fahrwerk. Einerseits ist es komfortabel abgestimmt und lässt die Karosserie in Kurven deutlich wanken. Andererseits kommen kurze Stöße und Fahrbahnunebenheiten relativ ungefiltert bei den Insassen an. Auf guten Straßen fährt der Jaecoo also angenehm – auf schlechten wird es holprig. Auch die ultra-weiche Lenkung wirkt indirekt. Für viele Kunden dürfte das allerdings kein Ausschlusskriterium darstellen.

Verbrauch überrascht

Beim Verbrauch konnte der Jaecoo dagegen positiv überraschen. Ohne extra geladenen Akku lag der Verbrauch auf der Autobahn bei 6,8 Litern, auf der Testrunde bei genau 5,99 Litern. Im Pendler-Alltag waren sogar Werte unter fünf Litern möglich – obwohl der 7er nicht extra an der Steckdose geladen wurde. Wird der Akku regelmäßig geladen, werden auch die versprochenen 90 Kilometer elektrische Reichweite durchaus realistisch.

Platz genug für Familie

Mit 4,5 Metern Länge bietet der Jaecoo ausreichend Platz – auch im Fond. Der Kofferraum fasst 500 Liter und wächst bei umgeklappten Sitzen auf bis zu 1.265 Liter. Damit eignet sich das SUV problemlos für Familienurlaub und Alltag.

Stärken:

+ Design und Verarbeitung

+ Sehr geringer Verbrauch

+ Preis-Leistung

Schwächen:

- Fahrwerk inhomogen

- Lenkung indirekt

Angriff auf die Konkurrenz

Der Jaecoo 7 bietet viel Ausstattung, einen hochwertigen Innenraum und ordentlich Platz zu einem attraktiven Preis. Ob sich die neue China-Marke in Österreich langfristig durchsetzen kann, müssen am Ende die Kunden entscheiden – die Zutaten für einen Verkaufsschlager bringt der Jaecoo 7 jedenfalls mit.

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