Nuss mit Genuss

Kalorienfalle Maroni? Das steckt im süßen Herbstsnack

Harte Schale, süßer Kern & jede Menge Herbstgefühl: Maroni sind wieder in aller Munde. Doch beim Blick auf die Nährwerte wartet eine Überraschung.
02.11.2026, 11:18
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Der Duft von frisch gerösteten Maroni liegt in der Luft, die Finger wärmen sich am heißen Stanitzel und schon beim ersten Bissen schmeckt man den Herbst. Ob beim Spaziergang durch die Stadt oder auf dem Weihnachtsmarkt: Die süßlich-nussigen Köstlichkeiten gehören für viele zur kalten Jahreszeit einfach dazu – doch wie gesund ist der beliebte Snack eigentlich?

Wenig Fett, dafür jede Menge Gutes

Was viele nicht wissen: Maroni sind echte Außenseiter unter den Nüssen. Während Walnüsse und Haselnüsse reichlich Fett enthalten, bestehen die Esskastanien hauptsächlich aus Stärke und liefern deutlich weniger Fett. In 100 Gramm rohen Maroni stecken rund 210 Kalorien, aber nur knapp zwei Gramm Fett. Zum Vergleich: Haselnüsse bringen es auf etwa 650 Kalorien. Wer Lust auf etwas Warmes zum Knabbern hat, findet in Maroni also eine vergleichsweise fettarme Alternative.

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Warum sie so gut satt machen

Hinter der braunen Schale steckt mehr als nur ein köstlicher Herbstsnack. Maroni liefern reichlich Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen und gemeinsam mit der enthaltenen Stärke für ein angenehmes Sättigungsgefühl sorgen können.

Auch bei den Nährstoffen können sie punkten: Sie enthalten unter anderem Kalium, Magnesium und verschiedene B-Vitamine. Kalium ist beispielsweise wichtig für die normale Funktion von Muskeln und Nerven. Ein weiterer Pluspunkt: Maroni sind von Natur aus glutenfrei und können damit auch bei einer glutenfreien Ernährung auf dem Speiseplan stehen.

Sind sie eine Zuckerfalle?

Wer schon einmal frisch geröstete Maroni gegessen hat, kennt ihren angenehm süßlichen Geschmack. Tatsächlich enthalten die Früchte natürlichen Zucker, vor allem aber Stärke. Beim Rösten wird ihr Aroma noch intensiver. Trotzdem sind naturbelassene Maroni nicht mit klassischen Süßigkeiten vergleichbar: Sie liefern neben Kohlenhydraten auch Ballaststoffe und Mineralstoffe.

Anders sieht es bei kandierten Maroni oder süßen Maronicremen aus: Hier kann reichlich Zucker zugesetzt sein.

Geröstet oder gekocht: Was ist gesünder?

Ob aus dem heißen Stanitzel oder frisch aus dem Kochtopf, beide Varianten haben ihre Vorteile. Gekochte Maroni nehmen Wasser auf und enthalten dadurch pro 100 Gramm etwas weniger Kalorien. Beim Rösten verdampft hingegen Feuchtigkeit, wodurch die Nährstoffe und Kalorien stärker konzentriert werden. Fettarm bleiben sie bei beiden Zubereitungsarten, solange du nicht zusätzlich Butter oder Öl verwendest.

So schmecken Maroni auch zu Hause

Du musst nicht auf den nächsten Maronistand warten. Mit wenigen Handgriffen gelingt der Herbstklassiker auch im eigenen Backofen: Ritze die Schale auf der gewölbten Seite kreuzweise ein und verteile die Maroni auf einem Backblech. Bei etwa 200 Grad Ober-/Unterhitze brauchen sie rund 20 bis 25 Minuten. Sobald die Schale aufspringt und das Innere weich ist, kannst du sie noch warm schälen.

Achte beim Einkauf auf feste, schwere Früchte ohne Löcher oder Schimmel – und Vorsicht beim Sammeln: Die gewöhnlichen Rosskastanien aus dem Park sind nicht essbar.

red, 02.11.2026, 11:18
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