Der chinesische Autobauer OMODA startet jetzt auch in Österreich durch. Der neue Importeur Colmobil Automotive bringt die Marke gemeinsam mit dem Schwestermodell JAECOO ab sofort auf den heimischen Markt. Den Einstieg macht der OMODA 5 HEV, der bereits ab 26.490 Euro erhältlich ist. Die von uns getestete Premium-Version kostet 29.990 Euro – und sorgt damit für ordentlich Aufsehen.
"Heute" konnte den OMODA 5 HEV bereits in der Premium-Line probefahren. Schon beim Einsteigen fällt der hochwertige Innenraum auf: viel Liebe zum Detail, angenehm bequeme Sitze und Materialien, die deutlich teurer wirken, als es das Preisschild vermuten lässt. Insgesamt vermittelt der kompakte SUV einen überraschend edlen Eindruck.
Unter der Haube arbeitet ein 1,5-Liter-Turbobenziner, der jedoch nicht direkt die Räder antreibt, sondern als Generator für den Elektromotor fungiert. Für den Fahrer bedeutet das: klassisch Benzin tanken, den Rest erledigt das Auto selbst.
Das Fahrgefühl ist dabei elektrotypisch – spontane Gasannahme, leises Dahingleiten, der Benziner schaltet sich nur im Hintergrund zu, wenn die maximale Leistung abgerufen werden soll. Wirklich hörbar wird er eigentlich nur bei starker Belastung, etwa auf der Autobahn.
Auf einer kurzen Testrunde zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 4,3 Litern, auf der Autobahn stieg dieser um rund einen Liter. Für eine exakte Messung war die Fahrt zwar zu kurz, dennoch wird klar: Vor allem im Stadtverkehr kann der Hybrid-Antrieb seine Sparsamkeit voll ausspielen.
Ein kleiner Minuspunkt fiel uns allerdings auch auf: die hohe Sitzposition. In der Premium-Line ist serienmäßig ein elektrisches Glasschiebedach verbaut, das die Kopffreiheit etwas einschränkt. Mit 1,85 Meter Körpergröße ging sich das gerade noch aus – deutlich größere Fahrer könnten hier an die Grenzen des Omoda-Daches stoßen.
Das Fahrwerk ist klar auf Komfort abgestimmt. Gröbere Unebenheiten werden zwar spürbar an die Insassen weitergegeben, insgesamt ist die Abstimmung aber durchwegs komfortabel. Die Lenkung präsentiert sich sehr weich und wenig direkt – der OMODA möchte seinen Fahrer bewusst vom Geschehen an der Vorderachse abschirmen und setzt klar auf entspanntes Cruisen statt auf sportliche Ambitionen.
Praktisch zeigt sich auch der Kofferraum: 370 Liter Stauraum stehen im Normalzustand zur Verfügung, bei umgeklappten Rücksitzen wächst das Volumen auf 1.080 Liter. Für ein 4,4 Meter langes Fahrzeug geht das völlig in Ordnung.
Besonders stark ist der OMODA 5 HEV beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein voll ausgestattetes Modell bleibt unter 30.000 Euro – und bringt dafür erstaunlich viel mit: belüftete und beheizte Sitze, LED-Scheinwerfer, einen hochwertig verarbeiteten Innenraum, 360-Grad-Kamera und eine Vielzahl an Assistenzsystemen.
Wer viel Auto für überschaubares Geld sucht und viel Auto für überschaubares Geld kaufen möchte, könnte mit dem OMODA 5 HEV richtig glücklich werden.